Lounges am Flughafen Palma de Mallorca 2026: Welche du wirklich betreten kannst
Der Rückflug ab Palma geht um 21:40 Uhr, du stehst um kurz nach sieben durch die Sicherheitskontrolle, und der Abflugbereich sieht aus wie ein Bahnhof am Freitagabend. Jeder Sitzplatz belegt, die Klimaanlage kommt gegen die Menge nicht an, und die einzige freie Steckdose ist zwei Gates weiter unter einem Mülleimer. Genau in diesem Moment denkt der Großteil der Mallorca-Rückkehrer zum ersten Mal an eine Lounge.
Der Flughafen Palma de Mallorca ist mit Abstand der wichtigste Urlaubsflughafen für deutsche Reisende, und trotzdem findet man zu seinen Lounges vor allem Einzel-Reviews und veraltete Listen. Das ist ein Problem, denn an diesem Flughafen entscheidet nicht dein Status darüber, welche Lounge du nutzen kannst, sondern die Frage, in welchem Modul dein Flieger steht. Und eine der fünf Lounges ist derzeit gar nicht in Betrieb.
Ich habe deshalb am 27. August 2026 alle Angaben direkt beim Flughafenbetreiber Aena nachgeschlagen, dazu die Priority-Pass-Liste für Palma. Hier steht, welche Lounge offen ist, wo sie liegt, was sie kostet und unter welchen Bedingungen du ohne Zuzahlung hineinkommst.
Auf einen Blick
Fünf Lounges, vier davon offen: der Stand im August 2026
Am Flughafen Palma betreibt keine einzige Airline eine eigene Lounge. Alle fünf Räume gehören dem spanischen Flughafenbetreiber Aena und heißen dort Sala VIP. Das ist ungewöhnlich, wenn man deutsche Drehkreuze gewohnt ist, wo Lufthansa in Frankfurt und München eigene Bereiche betreibt. In Palma sitzen Statuskunden, Business-Class-Passagiere und zahlende Gäste im selben Raum.
Für dich hat das einen angenehmen Nebeneffekt: Du brauchst keinen Vielfliegerstatus, um hineinzukommen. Ein bezahltes Ticket an der Kasse reicht genauso wie eine Kreditkarte mit Lounge-Programm. Der Nachteil ist, dass die Ausstattung überall vergleichbar ist, ein Buffet mit warmen und kalten Speisen, Getränke, WLAN, Arbeitsplätze. Eine Erste-Klasse-Erfahrung wie in Frankfurt gibt es hier nicht.
Die wichtigste Nachricht steht in der Aena-Übersicht ganz unten: Die Sala VIP Formentor in Modul D ist geschlossen, wörtlich "closed for refurbishment". Ein Wiedereröffnungsdatum nennt Aena nicht. Das ist deshalb relevant, weil die Formentor jahrelang als die zugänglichste Lounge des Flughafens galt und in vielen Übersichten immer noch als erste Empfehlung steht. Auch der Lounge-Finder von American Express führt sie inzwischen als "Temporarily Closed".
Wenn du also einen älteren Artikel liest, der dir die Formentor ans Herz legt, ist der Artikel nicht böswillig, sondern schlicht überholt. Bleiben vier Lounges, und die verteilen sich so:
Die Lounges am Flughafen Palma de Mallorca im Vergleich
Sala VIP Valldemossa
- Lage
- Terminal, Ebene 4, Abflug
- Öffnungszeiten
- 5:00 bis 00:00 Uhr
- Eintritt Erwachsene
- 48,00 Euro
- Eintritt Kind
- 22,20 Euro
- Priority Pass
- Ja
Sala VIP Llevant
- Lage
- Modul A, Ebene 1, bei Gate A20/A21
- Öffnungszeiten
- 5:00 bis 00:00 Uhr
- Eintritt Erwachsene
- 51,26 Euro
- Eintritt Kind
- 24,55 Euro
- Priority Pass
- Ja
Sala VIP Mestral
- Lage
- Modul B, Ebene 0, Boarding
- Öffnungszeiten
- 5:30 bis 22:00 Uhr
- Eintritt Erwachsene
- 48,00 Euro
- Eintritt Kind
- 22,20 Euro
- Priority Pass
- Nein
Sala VIP Mediterraneo
- Lage
- Modul C, Ebene 0, Boarding
- Öffnungszeiten
- 5:00 bis 00:00 Uhr
- Eintritt Erwachsene
- 48,00 Euro
- Eintritt Kind
- 22,20 Euro
- Priority Pass
- Ja
| Vor den Modulen Sala VIP Valldemossa | Sala VIP Llevant | Sala VIP Mestral | Sala VIP Mediterraneo | |
|---|---|---|---|---|
| Lage | Terminal, Ebene 4, Abflug | Modul A, Ebene 1, bei Gate A20/A21 | Modul B, Ebene 0, Boarding | Modul C, Ebene 0, Boarding |
| Öffnungszeiten | 5:00 bis 00:00 Uhr | 5:00 bis 00:00 Uhr | 5:30 bis 22:00 Uhr | 5:00 bis 00:00 Uhr |
| Eintritt Erwachsene | 48,00 Euro | 51,26 Euro | 48,00 Euro | 48,00 Euro |
| Eintritt Kind | 22,20 Euro | 24,55 Euro | 22,20 Euro | 22,20 Euro |
| Priority Pass | Ja | Ja | Nein | Ja |
Angaben laut Aena (Flughafenbetreiber) und prioritypass.com, abgerufen am 27. August 2026. Öffnungszeiten und Preise können sich saisonal ändern.
Warum das Modul auf deiner Bordkarte über deine Lounge entscheidet
Palma hat ein einziges Terminalgebäude, an das vier Flugsteigmodule angeschlossen sind, schlicht A, B, C und D genannt. Deine Bordkarte nennt ein Gate, und der erste Buchstabe verrät dir das Modul: A21 liegt in Modul A, C58 in Modul C. Diese eine Angabe bestimmt, welche der Lounges für dich überhaupt in Frage kommt.
Der Grund ist die Bauweise. Jedes Modul hat seinen eigenen Wartebereich, und zwischen den Modulen liegen keine offenen Verbindungen im Sicherheitsbereich, auf die du dich verlassen solltest. Plane deshalb so, als könntest du nach der Kontrolle das Modul nicht mehr wechseln. Wenn es doch geht, hast du nichts verloren. Wenn nicht, sitzt du sonst im falschen Gebäudeteil und schaust auf eine Lounge, die zweihundert Meter Luftlinie entfernt und trotzdem unerreichbar ist.
Konkret heisst das: Steht auf deiner Bordkarte ein C-Gate, ist die Mediterraneo deine Lounge. Bei einem A-Gate ist es die Llevant. Bei einem B-Gate die Mestral, und die ist die einzige der vier, die Priority Pass nicht akzeptiert. Steht dort ein D-Gate, hast du im Sicherheitsbereich derzeit gar keine Lounge, weil die Formentor renoviert wird.
Ein Detail, das viele übersehen: Die Modulzuordnung wechselt saisonal. Modul A bedient überwiegend Ziele ausserhalb des Schengen-Raums, Modul C den Großteil der Schengen-Flüge. Im Winter fahren einzelne Module ihren Betrieb zurück. Verlass dich deshalb nicht auf das Modul, das beim letzten Mal galt, sondern auf das Gate, das an dem Tag auf der Anzeigetafel steht.
Sala VIP Valldemossa: die einzige Lounge vor den Modulen
Die Valldemossa ist der Sonderfall unter den vier offenen Lounges, und deshalb steht sie in meiner Tabelle ganz oben. Sie liegt nicht in einem Flugsteigmodul, sondern im Hauptterminal auf Ebene 4 im Abflugbereich. Aena beschreibt die Lage als Ebene 4, Abflug, Bereich nur für Passagiere. Mehrere Lounge-Verzeichnisse führen sie zusätzlich als Lounge vor der Sicherheitskontrolle.
Der praktische Vorteil liegt auf der Hand: Die Valldemossa funktioniert unabhängig von deinem Modul. Egal ob dein Flug von A, B, C oder D geht, du kommst hin. Für alle mit einem D-Gate ist sie derzeit sogar die einzige Möglichkeit, überhaupt in eine Lounge zu kommen, solange die Formentor geschlossen ist.
Der Nachteil ist genauso offensichtlich, und den solltest du ernst nehmen. Wenn die Lounge vor der Kontrolle liegt, musst du danach noch durch die Sicherheitskontrolle und zu deinem Gate. In der Hochsaison sind das in Palma an einem Samstagvormittag schnell vierzig Minuten. Eine Lounge, die dich entspannt und dann in eine Hetzjagd schickt, hat ihren Zweck verfehlt.
Mein Umgang damit: Ich behandle die Valldemossa als Lounge für den früh angereisten Hinflug, nicht für den knappen Rückflug. Wer drei Stunden vor Abflug am Flughafen steht, weil der Mietwagen zurückmusste, sitzt hier goldrichtig. Wer mit neunzig Minuten Puffer ankommt, geht besser sofort durch die Kontrolle und nimmt die Lounge im eigenen Modul.
Eine Unstimmigkeit bei den Öffnungszeiten solltest du kennen: Aena nennt für die Valldemossa 5:00 bis 00:00 Uhr, die Priority-Pass-Seite führt sie mit 5:00 bis 22:00 Uhr. Bei einem späten Abendflug würde ich mich nicht darauf verlassen, dass um 22:30 Uhr noch geöffnet ist.
Was der Eintritt an der Kasse wirklich kostet
Aena verkauft den Zutritt direkt, ohne Mitgliedschaft und ohne Abo. Die Preise sind über die vier offenen Lounges fast identisch: 48,00 Euro für Erwachsene und 22,20 Euro für Kinder in der Valldemossa, der Mestral und der Mediterraneo. Die Llevant in Modul A ist mit 51,26 Euro für Erwachsene und 24,55 Euro für Kinder etwas teurer.
48 Euro sind viel Geld für drei Stunden Sitzplatz und Buffet, und ich will das nicht schönreden. Zum Vergleich: Für denselben Betrag bekommst du am Flughafen zwei Sandwiches, zwei Kaffee und ein Feierabendbier, und hast dabei die ganze Zeit gestanden. Der Aufpreis kauft dir also im Kern einen sicheren Sitzplatz, eine Steckdose und Ruhe.

Für eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern liegst du bei 140,40 Euro für einen einzigen Aufenthalt. An dem Punkt lohnt sich der Blick auf die Alternativen, und der fällt für Familien meist gegen die Lounge aus. Für zwei Erwachsene auf einem verspäteten Abendflug dagegen sind 96 Euro eine vertretbare Entscheidung, wenn die Alternative zwei Stunden Stehen im Gedränge heisst.
Ein Hinweis zum Kauf: Aena verlangt, dass der Zutritt über die offiziellen Kanäle des Flughafens gekauft wird, und ein an der Kasse erworbenes Ticket ist ab Kaufdatum drei Monate gültig. Du kannst also im Zweifel vorab kaufen, ohne dich auf den Tag festzulegen.
Lounge, Restaurant oder einfach ans Gate: was sich wann lohnt
Bevor du 48 Euro ausgibst, lohnt der ehrliche Vergleich mit den beiden anderen Möglichkeiten, die du in Palma hast. Denn die Lounge ist nicht automatisch die beste Wahl, sie ist nur die bequemste. Welche Option gewinnt, hängt an drei Dingen: wie lange du wartest, wie voll der Flughafen ist und ob du zu zweit oder zu viert unterwegs bist.
Die erste Alternative ist das Gate. Kostet nichts, funktioniert bei kurzen Wartezeiten gut und ist im Februar an einem Dienstagvormittag völlig ausreichend. Im Juli an einem Samstagnachmittag ist sie dagegen kaum eine Alternative, weil du dann schlicht keinen Sitzplatz findest. Wer mit Kindern reist und eine Stunde vor Boarding ankommt, kommt damit trotzdem meist gut zurecht.
Die zweite Alternative ist ein Restaurant oder Café im Terminal. Zwei belegte Brote, zwei Kaffee und ein Getränk landen erfahrungsgemäß bei 25 bis 35 Euro, du sitzt garantiert, und du bist zeitlich nicht auf drei Stunden begrenzt. Was fehlt, sind Ruhe, verlässliches WLAN und genug Steckdosen. Wer nur essen und sitzen will, fährt hier günstiger.
Die Lounge gewinnt genau dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen: lange Wartezeit, voller Flughafen, Bedarf an Ruhe oder Arbeitsmöglichkeit, und wenn du zu zweit statt zu viert bist. Zwei Erwachsene zahlen 96 Euro, eine Familie mit zwei Kindern 140,40 Euro. Ab der zweiten Zahl fällt die Entscheidung bei den meisten Familien gegen die Lounge, und das zu Recht.
Und sie gewinnt haushoch, wenn du gar nicht zahlst. Genau das ist der Punkt, an dem der Priority Pass ins Spiel kommt: Dieselbe Entscheidung, die bei 48 Euro pro Person knapp ausfällt, ist bei null Euro Zuzahlung überhaupt keine Entscheidung mehr. Deshalb lohnt der nächste Abschnitt auch dann, wenn du bisher nie über eine Lounge nachgedacht hast.
Mit Priority Pass hinein: drei der vier offenen Lounges
Priority Pass ist ein Lounge-Netzwerk, das keine eigenen Räume betreibt, sondern Zutrittsrechte bei bestehenden Lounges einkauft. Du weist an der Rezeption deine Karte oder die App vor, und der Besuch wird gegen deine Mitgliedschaft abgerechnet statt gegen deine Kreditkarte. Für Palma ist das der mit Abstand günstigste Weg hinein, wenn du ohnehin eine passende Karte hast.
Die Priority-Pass-Liste für Palma de Mallorca führt am 27. August 2026 drei Lounges: die Sala Llevant, die Sala VIP Valldemossa und die Sala VIP Mediterraneo. Dazu kommt ein Restaurant-Guthaben im O’Learys, eine Lösung, die Priority Pass an Flughäfen ohne passende Lounge anbietet.

Die wichtige Lücke: Die Sala VIP Mestral in Modul B steht nicht auf der Liste. Wenn dein Flug von einem B-Gate geht, nützt dir dein Priority Pass im Sicherheitsbereich nichts, und du zahlst entweder 48 Euro an der Kasse oder nutzt vorher die Valldemossa. Modul B bedient vor allem Regionalflüge innerhalb Spaniens, für den klassischen Deutschland-Rückflug ist der Fall also selten, aber er kommt vor.
Wichtig zu wissen ist auch, was Priority Pass nicht ist: kein Statusprogramm und keine Garantie. Alle Lounges dürfen bei Überfüllung abweisen, und in Palma passiert das an Spitzentagen im Juli und August durchaus. Wer auf Nummer sicher gehen will, geht früh hin, nicht vierzig Minuten vor Abflug.
Rechnet sich eine Kreditkarte mit Priority Pass für Mallorca?
Die ehrliche Antwort lautet: für die meisten Mallorca-Reisenden nicht, jedenfalls nicht allein wegen der Lounge. Ich rechne das gern vor, weil in diesem Bereich viel Unsinn erzählt wird. Die Amex Platinum kostet 720 Euro im Jahr und enthält laut American Express eine kostenlose Priority Pass Prestige-Mitgliedschaft mit bis zu 50 Personenbesuchen pro Jahr, wobei eine Begleitperson kostenlos mitkommt.
Stell die Zahlen nebeneinander: 720 Euro Jahresgebühr, geteilt durch 48 Euro Einzeleintritt, ergibt rund 15 Lounge-Besuche. So oft musst du rechnerisch in eine Lounge, damit sich die Karte allein über diesen einen Vorteil trägt. Wer zweimal im Jahr nach Mallorca fliegt, kommt auf vier Lounge-Besuche, wenn er Hin- und Rückflug jeweils mitnimmt. Das sind rund 192 Euro Gegenwert. Die Rechnung geht so nicht auf.

Diese Rechnung ist bewusst streng, denn sie tut so, als wäre der Lounge-Zugang der einzige Vorteil. Das ist er nicht. Zur Karte gehören Reiseguthaben, Versicherungen und Hotelvorteile, und wer die tatsächlich nutzt, kommt zu einem anderen Ergebnis. Aber ich halte es für den falschen Weg, jemandem eine Karte für 720 Euro mit dem Bild einer Lounge in Palma zu verkaufen.
Sinnvoll wird die Karte in zwei Fällen. Erstens, wenn du ohnehin häufig fliegst, beruflich oder privat, und die 15 Besuche realistisch zusammenkommen. Zweitens, wenn der Willkommensbonus von 85.000 Willkommenspunkte in deinem ersten Jahr den Ausschlag gibt und du die übrigen Guthaben wirklich abrufst. Kommt beides nicht zusammen, zahlst du die 48 Euro in Palma besser einzeln und bist damit ehrlicher bedient.
Die Karte für diesen Zweck, ehrlich abgewogen
Dafür spricht
- Priority Pass Prestige mit bis zu 50 Personenbesuchen pro Jahr, laut American Express
- Begleitperson ohne Aufpreis, in Palma also zwei Personen für einen Besuch
- In Palma nutzbar in Valldemossa, Llevant und Mediterraneo
- Willkommensbonus von 85.000 Willkommenspunkte im ersten Jahr
Dagegen spricht
- 720 Euro Jahresgebühr, fällig unabhängig davon, wie oft du fliegst
- Allein über Lounge-Besuche braucht es rund 15 Besuche pro Jahr bis zum Gleichstand
- In der Mestral in Modul B nützt dir der Priority Pass nichts
- Kein garantierter Einlass, alle Lounges dürfen bei Überfüllung abweisen
Die Drei-Stunden-Regel und andere Kleinigkeiten mit Folgen
Aena begrenzt den Aufenthalt in allen Sala-VIP-Lounges auf drei Stunden unmittelbar vor der planmäßigen Abflugzeit. Das steht so in den Bedingungen und ist keine Formalie, die niemand prüft. Wer um 14 Uhr in der Lounge sitzt und um 20 Uhr fliegt, wird nicht sechs Stunden bleiben dürfen.
Praktisch heisst das: Bei einer längeren Wartezeit, etwa nach einem früh zurückgegebenen Mietwagen oder bei einem Umsteigeaufenthalt, planst du die Lounge ans Ende. Die ersten Stunden verbringst du im Terminal, die letzten drei in der Lounge. Die Regel bezieht sich auf die planmäßige Abflugzeit, nicht auf die tatsächliche. Bei einer Verspätung sitzt du also nicht automatisch länger drin.
Zwei weitere Punkte, die in Palma regelmäßig für Ärger sorgen. Erstens die Öffnungszeiten der Mestral: Sie schließt um 22:00 Uhr und damit zwei Stunden früher als die drei anderen. Bei einem späten Abendflug aus Modul B stehst du vor einer dunklen Tür. Zweitens die Bordkarte: Ohne gültige Bordkarte kommst du in keine der Lounges, auch nicht mit Priority Pass.
Und noch etwas, das keine Regel ist, sondern Erfahrung: Der Flughafen Palma läuft in den Sommermonaten an der Kapazitätsgrenze. Was im Februar ein ruhiger Nachmittag ist, ist im August ein voller Raum mit Wartezeit an der Rezeption. Wenn du im Hochsommer fliegst, kalkuliere fünfzehn Minuten mehr ein, bevor du wirklich sitzt.
Was ich vor einem Rückflug ab Palma konkret mache
Der Ablauf ist bei mir immer derselbe und dauert keine zwei Minuten. Er verhindert genau die Fehler, die diesen Flughafen ärgerlich machen, nämlich im falschen Modul zu landen oder vor einer geschlossenen Lounge zu stehen.
Fünf Handgriffe vor dem Abflug ab Palma
Einmal durchgehen, solange du noch vor der Sicherheitskontrolle stehst.
Gate auf der Anzeigetafel prüfen, vor der Sicherheitskontrolle
Der Buchstabe des Gates nennt dein Modul. A bedeutet Llevant, B bedeutet Mestral, C bedeutet Mediterraneo, D bedeutet derzeit keine Lounge im Sicherheitsbereich.
Bei einem D-Gate die Valldemossa auf Ebene 4 einplanen
Solange die Formentor renoviert wird, ist die Valldemossa für Modul D die einzige Option. Sie liegt vor den Modulen, danach musst du noch durch die Kontrolle.
Bei einem B-Gate mit Zuzahlung rechnen
Die Mestral akzeptiert keinen Priority Pass. Entweder 48 Euro an der Kasse zahlen oder vorher die Valldemossa nutzen.
Abflugzeit gegen die Öffnungszeiten halten
Die Mestral schließt um 22:00 Uhr. Bei der Valldemossa weichen die Angaben von Aena und Priority Pass voneinander ab, plane späte Abende nicht fest ein.
Die letzten drei Stunden für die Lounge reservieren
Der Aufenthalt ist auf drei Stunden vor planmäßigem Abflug begrenzt. Bei längerer Wartezeit gehst du später hinein, nicht früher.
Fazit
Palma ist kein schwieriger Lounge-Flughafen, aber einer, an dem die übliche Vorgehensweise nicht funktioniert. Es gibt keine Airline-Lounge, auf die du dich mit Status verlassen könntest, und die Lounge, die die meisten Übersichten empfehlen, ist geschlossen. Was zählt, ist der Buchstabe auf deiner Bordkarte.
Für den Großteil der Rückflüge nach Deutschland aus Modul C ist die Mediterraneo die richtige Antwort, mit Priority Pass ohne Zuzahlung, sonst für 48 Euro. Wer früh am Flughafen ist, nimmt die Valldemossa auf Ebene 4 und geht danach in Ruhe durch die Kontrolle. Und wer einmal im Jahr nach Mallorca fliegt, sollte sich von der Lounge allein keine Kreditkarte für 720 Euro aufschwatzen lassen. Die Rechnung dazu steht oben im Beitrag.
Häufige Fragen zu den Lounges in Palma de Mallorca
Geschrieben von
Simon Edholzer
Gründer von Meilen-Meister. Sammelt selbst aktiv Meilen und Punkte mit Amex Gold, Platinum und Payback Amex — zuletzt 40.000 Membership-Rewards-Punkte über eine einzige Empfehlung — und fliegt damit regelmäßig nach Südostasien. Mehr über mich und meine Methodik
Zuletzt aktualisiert am 27.08.2026


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