Miles & More Status erreichen: So viele Flüge brauchst du wirklich

Erschienen13.10.20269 Min. Lesezeit
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Reisender steht am Abend an der Fensterfront einer dunklen Flughafen-Lounge und blickt auf das Vorfeld.
Mit KI erstellt

Mitte Oktober schaut man anders auf sein Miles-&-More-Konto als im Frühjahr. Im Statusbereich steht eine Zahl, sagen wir 280 Points, und daneben die Schwelle, die für den Frequent Traveller nötig wäre. Bis zum Jahreswechsel sind es keine drei Monate mehr. Die Frage, die sich dann stellt, ist völlig unromantisch: Reicht das noch, und wenn nein, was genau fehlt?

Ich bekomme diese Frage oft, und meistens steckt ein Missverständnis dahinter. Viele rechnen mit ihren Prämienmeilen, also dem Guthaben, mit dem man Flüge bucht. Für den Status zählt das überhaupt nicht. Es gibt einen zweiten, völlig getrennten Zähler, und der ist deutlich schwerer zu füllen. Dieser Beitrag rechnet durch, was tatsächlich nötig ist: wie viele Flüge, in welcher Klasse, und ab wann sich das für einen normalen Urlaubsflieger schlicht nicht mehr lohnt. Alle Zahlen stammen von Miles & More selbst, abgerufen im Oktober 2026.

Auf einen Blick

650 Points + 325 Qualifying PointsFrequent Traveller
2.000 Points + 1.000 Qualifying PointsSenator
6.000 HON Circle PointsHON Circle
immer ein KalenderjahrZeitraum
60 Points pro SegmentLangstrecke Economy
200 Points pro SegmentLangstrecke Business

Points und Qualifying Points: zwei Zähler, die beide stimmen müssen

Seit der Umstellung auf das Punktesystem hängt der Status nicht mehr an Meilen, sondern an Points. Davon gibt es zwei Sorten, und das ist die Stelle, an der die meisten Rechnungen schiefgehen. Für den Frequent Traveller brauchst du 650 Points und 325 Qualifying Points, beides innerhalb eines Kalenderjahres. Beim Senator sind es 2.000 Points und 1.000 Qualifying Points. Es reicht nicht, eine der beiden Hürden zu nehmen. Beide müssen fallen.

Der Unterschied liegt nicht in der Höhe der Gutschrift, sondern darin, bei wem du fliegst. Points bekommst du für Flüge der Lufthansa Group, der mitherausgebenden Miles-&-More-Partner und zusätzlich bei allen Star-Alliance-Airlines. Qualifying Points dagegen gibt es ausschließlich für Flüge, die von Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, Discover Airlines, Eurowings, ITA Airways, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Lufthansa City, Luxair oder SWISS durchgeführt werden. Bei Star Alliance steht in der offiziellen Tabelle an dieser Stelle schlicht ein Strich.

Miles & More zeigt das an einem eigenen Beispiel sehr deutlich: Ein Flug Frankfurt nach Bangkok in der Economy Class mit Thai Airways bringt 60 Points, aber keine Qualifying Points. Derselbe Flug mit Lufthansa brächte beides. Praktisch heißt das: Die 325er-Hürde ist ein Riegel, der verhindert, dass jemand den Status allein bei Partner-Airlines zusammensammelt. Wer ohnehin überwiegend Lufthansa, SWISS oder Austrian fliegt, wird sie kaum spüren, weil dort beide Zähler im Gleichschritt laufen. Für diese Reisenden ist in der Praxis die 650er-Schwelle die eigentliche Hürde.

Ein dritter Zähler kommt nur für die Spitze ins Spiel. HON Circle Points werden ausschließlich für Flüge in der Business und First Class gutgeschrieben. Wer in der Economy unterwegs ist, sammelt davon keinen einzigen, egal wie oft.

So viele Points bringt ein Flug tatsächlich

Die gute Nachricht an der neuen Systematik ist ihre Schlichtheit. Die Gutschrift hängt an genau zwei Dingen: der gebuchten Reiseklasse und der Frage, ob der Flug kontinental oder interkontinental ist. Der Ticketpreis spielt keine Rolle, die Flugstrecke innerhalb einer Kategorie auch nicht. Alle Teilnehmenden bekommen dieselbe Anzahl, unabhängig vom bereits erreichten Status.

Pro Flugsegment sieht das so aus: Kontinental gibt es 20 Points in der Economy und in der Premium Economy, 40 in der Business und First Class. Interkontinental sind es 60 in der Economy, 80 in der Premium Economy, 200 in der Business und 400 in der First Class. Qualifying Points werden bei den oben genannten Airlines in gleicher Höhe gutgeschrieben.

Points pro Flugsegment: kontinental Economy 20, interkontinental Economy 60, interkontinental Business 200.
Mit KI erstellt
Die Gutschrift hängt nur an Reiseklasse und Distanzkategorie: 20 Points für einen kontinentalen Economy-Flug, 60 für einen interkontinentalen, 200 für ein interkontinentales Business-Segment.Mit KI erstellt

Entscheidend ist das Wort Segment. Gezählt wird jeder einzelne Flug, nicht die Reise. Ein Hin- und Rückflug nach Bangkok sind zwei Segmente. Fliegst du mit Umsteigeverbindung, werden daraus schnell vier. Miles & More rechnet in einem eigenen Beispiel vor: Zürich nach München in der Business, dann München nach Bangkok in der Business, das ergibt zusammen 240 Points. Das kontinentale Zubringersegment bringt also die vollen 40 Points obendrauf, obwohl es nur eine knappe Stunde dauert.

Daraus folgt eine Regel, die viele überrascht: Umsteigen ist für die Statusjagd besser als der Direktflug. Wer über München oder Frankfurt fliegt statt direkt ab dem Heimatflughafen, sammelt pro Reise zwei zusätzliche Segmente ein. Für das Reiseerlebnis ist das kein Gewinn, für den Statuszähler schon.

Die Rechnung für den Frequent Traveller

Jetzt wird es konkret. 650 Points sind das Ziel, und je nach Reiseklasse sieht der Weg dorthin völlig unterschiedlich aus.

In der Economy Class auf der Langstrecke bringt jedes Segment 60 Points. 650 geteilt durch 60 ergibt knapp elf Segmente. Das sind fünfeinhalb Hin- und Rückflüge nach Asien oder Nordamerika, in einem einzigen Kalenderjahr. Die Qualifying Points sind dabei kein Problem: Elf Segmente bringen 660 davon, die Hürde liegt bei 325. Wer dagegen nur innerhalb Europas unterwegs ist, braucht 33 Economy-Segmente, also mehr als 16 Hin- und Rückflüge.

In der Business Class dreht sich das Bild. 200 Points pro interkontinentalem Segment bedeuten, dass vier Segmente reichen, also zwei Hin- und Rückflüge im Jahr. Wer beruflich zweimal nach Nordamerika muss und vorne sitzt, ist damit Frequent Traveller, ohne je darauf hingearbeitet zu haben. Das ist der eigentliche Konstruktionsgedanke des Programms: Es belohnt teure Tickets, nicht Vielfliegerei an sich.

Weg zum Frequent Traveller mit 650 Points: 11 Segmente Economy interkontinental, 4 Segmente Business interkontinental oder 33 Segmente Economy kontinental.
Mit KI erstellt
Derselbe Status, drei völlig verschiedene Wege: elf Economy-Langstreckensegmente, vier Business-Langstreckensegmente oder 33 Europaflüge in der Economy.Mit KI erstellt

Für den Senator wird der Abstand noch deutlicher. 2.000 Points entsprechen zehn interkontinentalen Business-Segmenten, also fünf Hin- und Rückflügen. In der Economy wären es 34 Langstreckensegmente. Die 1.000 Qualifying Points laufen in beiden Fällen nebenher mit, solange du bei der Lufthansa Group bleibst.

HON Circle: warum die Zahl trügt

Beim HON Circle stehen 6.000 HON Circle Points im Raum, und weil es nur eine Hürde statt zwei gibt, wirkt das auf den ersten Blick fast zugänglicher. Es ist das Gegenteil. HON Circle Points gibt es ausschließlich für Business- und First-Class-Flüge, und zwar in derselben Höhe wie die übrigen Points: 200 interkontinental in der Business, 400 in der First.

In Zahlen heißt das: 30 interkontinentale Business-Segmente, also 15 Fernreisen hin und zurück in einem Kalenderjahr. Wer durchgehend First Class fliegt, kommt mit 15 Segmenten aus. Das ist keine Zielmarke, auf die man hinspart, sondern eine Beschreibung eines Berufslebens. Realistisch erreicht diesen Status, wer beruflich dauerhaft vorne sitzt und das nicht selbst bezahlt.

Daneben gibt es den Status auf Lebenszeit, und der folgt einer anderen Logik: Er zählt nicht pro Jahr, sondern über die Jahre. 30.000 Qualifying Points machen dich dauerhaft zum Frequent Traveller, 40.000 Qualifying Points zum Senator auf Lebenszeit. Zur Einordnung: 30.000 Qualifying Points entsprechen 150 interkontinentalen Business-Segmenten. Das ist ein Projekt über Jahrzehnte, keines über Jahre.

Was der Status konkret bringt

Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Das hängt stark davon ab, was dich am Reisen stört. Der Frequent Traveller bekommt Zugang zu Business Lounges, unter anderem bei Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, den Lufthansa Business Lounges und den SWISS Business Class Lounges. Dazu kommt der Business-Class-Check-in unabhängig von der gebuchten Klasse, ein zusätzliches Gepäckstück in der Economy, der Star Alliance Silver Status und bis zu 50 Prozent mehr Prämienmeilen pro Flug über den Executive Bonus.

Ein Vorteil wird dabei systematisch unterschätzt: Solange du einen Status hast, verfallen deine Meilen nicht. Wer größere Prämien ansparen will, kauft sich mit dem Status also auch Zeit.

Die drei Status im Vergleich

Frequent Traveller

Qualifikation pro Kalenderjahr
650 Points + 325 Qualifying Points
Lounge-Zugang
Business Lounges
Check-in
Business Class Check-in
Zusätzliches Freigepäck
1 Gepäckstück in der Economy
Meilengültigkeit
Meilen verfallen nicht
Der große Sprung

Senator

Qualifikation pro Kalenderjahr
2.000 Points + 1.000 Qualifying Points
Lounge-Zugang
Senator und Star Gold Lounges
Check-in
First Class Check-in, Fast Lane
Zusätzliches Freigepäck
1 Gepäckstück in allen Klassen
Meilengültigkeit
Meilen verfallen nicht

HON Circle

Qualifikation pro Kalenderjahr
6.000 HON Circle Points
Lounge-Zugang
First Class Lounges und First Class Terminal Frankfurt
Check-in
First Class Check-in
Zusätzliches Freigepäck
1 Gepäckstück in allen Klassen
Meilengültigkeit
Meilen verfallen nicht

Angaben nach miles-and-more.com, Stand: Oktober 2026.

Der Sprung vom Frequent Traveller zum Senator ist größer, als die Punktzahlen vermuten lassen. Senatoren kommen in die Senator und Star Gold Lounges, nutzen den First-Class-Check-in und die Fast Lane an der Sicherheitskontrolle, bekommen Priority Boarding und dürfen in jeder Reiseklasse ein zusätzliches Gepäckstück mitnehmen. Der HON Circle bringt darüber hinaus Zugang zu den First Class Lounges und zum First Class Terminal in Frankfurt, dort unabhängig von der gebuchten Reiseklasse.

Zwei Details sollte man kennen, bevor man zu viel erwartet. Die erhöhte Wartelistenpriorität des Frequent Travellers ist die dritthöchste und gilt ausdrücklich nicht für Upgrades und Prämienflüge. Und die kostenlose Sitzplatzreservierung im Voraus, die auf der Vorteilsliste steht, bezieht sich beim Frequent Traveller auf Flüge mit LOT Polish Airlines. Wer sie bei Lufthansa erwartet, wird enttäuscht.

Die drei Abkürzungen ohne Langstreckenflug

Nicht jeder Point muss erflogen werden. Es gibt drei offizielle Wege, den Zähler ohne zusätzliche Langstrecke zu füllen, und alle drei sind gedeckelt.

Der erste ist die Bahn. Fahrten mit Lufthansa Express Rail, Austrian AIRail oder SWISS Air Rail bringen Points und Qualifying Points. Allerdings ist die Zahl der Qualifying Points begrenzt, die so auf den Status einzahlen: höchstens 160 für den Frequent Traveller und höchstens 500 für den Senator. Der zweite Weg führt über Hotels. Wer sein Miles-&-More-Konto mit Marriott Bonvoy verknüpft, sammelt 40 Points je qualifizierendem Aufenthalt, maximal jedoch 120 Points pro Kalenderjahr.

Der dritte Weg ist der interessanteste, weil er kurz vor Jahresende wirkt: eVoucher lassen sich direkt in Points tauschen. Ein eVoucher entspricht 50 Points, Qualifying Points und HON Circle Points. Pro Transaktion sind maximal vier Stück einlösbar, macht 200 auf einmal, und die Zahl der Transaktionen pro Jahr ist nicht begrenzt. Die Gutschrift ist in der Regel binnen 24 Stunden auf dem Konto. Wichtig ist die Einschränkung: Die so entstandenen Points zählen nur für die Qualifikation in dem Kalenderjahr, in dem du getauscht hast.

Drei Wege zu Points ohne Langstrecke: Zug mit Lufthansa Express Rail maximal 160 Qualifying Points, Marriott Bonvoy maximal 120 Points, ein eVoucher 50 Points.
Mit KI erstellt
Alle drei Abkürzungen sind gedeckelt: Die Bahn zahlt höchstens 160 Qualifying Points auf den Frequent Traveller ein, Marriott Bonvoy maximal 120 Points im Jahr, ein eVoucher bringt 50 Points.Mit KI erstellt

Für Senatoren und HON Circle Member gibt es zusätzlich den umgekehrten Weg: Points, die über das zur Statusverlängerung Nötige hinausgehen, lassen sich mit eVouchern ins nächste Kalenderjahr übertragen. Hier zählt ein eVoucher sogar 100 Points. Die Gutschrift erscheint Anfang Januar. Wer also im November merkt, dass er sein Ziel ohnehin überschreitet, verschenkt den Überschuss nicht.

Das Kalenderjahr ist die eigentliche Hürde

Alle genannten Schwellen gelten innerhalb eines Kalenderjahres. Das ist die Bedingung, an der die meisten scheitern, und sie wird selten deutlich genug ausgesprochen. Es nützt nichts, über drei Jahre verteilt 650 Points zu sammeln. Sie müssen zwischen Januar und Dezember desselben Jahres zusammenkommen.

Dieselbe Schwelle gilt übrigens auch für die Verlängerung. Miles & More formuliert das auf den Statusseiten wörtlich so: Um den Status zu erreichen oder zu verlängern, brauchst du 650 Points und 325 Qualifying Points innerhalb eines Kalenderjahres. Ein einmal erreichter Status ist also kein Dauerzustand, sondern eine Leistung, die du jedes Jahr wiederholst. Nur über die Lebenszeit-Schwellen oder, für Senatoren, über den eVoucher-Übertrag lässt sich diese Mechanik abmildern.

Wie lange dein aktueller Status konkret noch läuft, steht in deinem Miles-&-More-Konto. Verlass dich dabei nicht auf Faustregeln aus Foren, sondern auf das Datum, das dort hinterlegt ist. Die Statuskarte selbst ist laut Miles & More mindestens ein Jahr gültig.

Praktisch bedeutet das für jeden, der im Herbst auf seinen Zähler schaut: Was bis zum 31. Dezember nicht zusammenkommt, zählt im neuen Jahr von vorn. Wer bei 280 Points steht und den Frequent Traveller will, braucht also noch 370 Points. Das sind sieben weitere Langstreckensegmente in der Economy, zwei in der Business, oder acht eVoucher. Alles drei ist eine klare, nachrechenbare Ansage, und genau deshalb lohnt sich der Blick jetzt und nicht erst im Dezember.

Wenn der Status nicht realistisch ist

Für den größten Teil der Leserschaft dieses Blogs lautet das ehrliche Ergebnis: Der Status über Flüge ist nicht erreichbar. Wer zweimal im Jahr in den Urlaub fliegt, kommt auf vier Economy-Segmente und damit auf 240 Points bei Langstrecke. Das ist gut ein Drittel des Wegs, und daran ändert auch kein Trick etwas. Diese Erkenntnis ist keine schlechte Nachricht, sondern erspart Geld. Denn Flüge zu buchen, die man nicht braucht, nur um eine Schwelle zu erreichen, rechnet sich praktisch nie.

Die Vorteile, auf die es den meisten ankommt, gibt es nämlich auch anders. Wer eigentlich nur in die Lounge will, erreicht das deutlich billiger über einen Lounge-Tagespass, über eine Priority-Pass-Mitgliedschaft oder über eine Kreditkarte mit Lounge-Zugang. Wer bereits bei einer anderen Airline Status hat, sollte sich ansehen, ob sich dieser per Status Match übertragen lässt. Und wer vor allem Meilen für Prämienflüge will, braucht für dieses Ziel ohnehin keinen Status.

Dein Check vor dem Jahreswechsel

  • Den echten Stand beider Zähler notieren

    Im Statusbereich des Miles-&-More-Kontos stehen Points und Qualifying Points getrennt. Beide Zahlen brauchst du, nicht nur die erste.

  • Bereits gebuchte Flüge bis Jahresende durchrechnen

    Zähle Segmente, nicht Reisen. Ein Hin- und Rückflug mit Umstieg sind vier Segmente, kein einziger.

  • Vorhandene eVoucher gegen die Lücke rechnen

    Ein eVoucher entspricht 50 Points, maximal vier pro Transaktion. Der Tausch zählt nur für das laufende Kalenderjahr.

  • Umsteigeverbindung statt Direktflug prüfen

    Das kontinentale Zubringersegment bringt die vollen Points, auch wenn es nur eine Stunde dauert.

  • Bei zu großer Lücke: Lounge und Meilen getrennt planen

    Lounge-Zugang gibt es über Tagespässe, Priority Pass oder Kreditkarten. Dafür brauchst du keinen Status.

Ich halte es selbst so: Status ist ein Nebenprodukt des Reisens, das ohnehin stattfindet, kein Ziel, auf das man hinbucht. Wenn du beruflich viel und weit vorne fliegst, kommt er von allein. Wenn nicht, ist das Geld in besseren Prämienflügen deutlich sinnvoller angelegt als in Statusflügen, die ihren Zweck nur auf dem Papier erfüllen.

Fazit

Der Miles-&-More-Status ist seit der Umstellung auf Points leichter nachzurechnen als früher, aber nicht leichter zu erreichen. 650 Points und 325 Qualifying Points für den Frequent Traveller, 2.000 und 1.000 für den Senator, 6.000 HON Circle Points für die Spitze, jeweils innerhalb eines Kalenderjahres. Übersetzt in Flüge heißt das: elf Langstreckensegmente in der Economy oder vier in der Business für die erste Stufe.

Wer diese Zahlen einmal gesehen hat, trifft eine klarere Entscheidung. Entweder der Status fällt beim ohnehin anfallenden Reisen ab, dann lohnt es sich, Umsteigeverbindungen und eVoucher gezielt einzusetzen. Oder er fällt nicht ab, dann ist die ehrliche Antwort, ihn ziehen zu lassen und sich die Vorteile einzeln und günstiger zu kaufen. Was sich dagegen nie lohnt, sind Flüge, die nur einem Zähler dienen.

Haeufig gestellte Fragen

Du brauchst 650 Points und zusätzlich 325 Qualifying Points innerhalb eines Kalenderjahres. Beide Schwellen müssen erreicht werden, eine allein genügt nicht.
Points sammelst du auf Flügen der Lufthansa Group, der mitherausgebenden Miles-&-More-Partner und bei Star-Alliance-Airlines. Qualifying Points gibt es nur für Flüge, die von der Lufthansa Group oder den mitherausgebenden Partnern durchgeführt werden, also zum Beispiel nicht bei Star-Alliance-Partnern wie Thai Airways.
Nein. Prämienmeilen und Points sind zwei getrennte Konten. Mit Prämienmeilen buchst du Flüge, mit Points qualifizierst du dich für den Status. Ein hoher Meilenstand bringt dich dem Status nicht näher.
Grundsätzlich gilt die Qualifikation pro Kalenderjahr. Nur Senatoren und HON Circle Member können Points, die über die Statusverlängerung hinausgehen, mit eVouchern ins Folgejahr übertragen. Dabei entspricht ein eVoucher 100 Points, die Gutschrift erscheint Anfang Januar.
In begrenztem Umfang ja. Fahrten mit Lufthansa Express Rail, Austrian AIRail oder SWISS Air Rail zahlen auf den Status ein, allerdings höchstens 160 Qualifying Points beim Frequent Traveller und 500 beim Senator. Aufenthalte bei Marriott Bonvoy bringen 40 Points je qualifizierendem Aufenthalt, maximal 120 Points pro Kalenderjahr.
Für 2.000 Points reichen zehn interkontinentale Business-Segmente, also fünf Hin- und Rückflüge im Jahr. In der Economy auf der Langstrecke wären es 34 Segmente.

Geschrieben von

Simon Edholzer

Gründer von Meilen-Meister. Sammelt selbst aktiv Meilen und Punkte mit Amex Gold, Platinum und Payback Amex — zuletzt 40.000 Membership-Rewards-Punkte über eine einzige Empfehlung — und fliegt damit regelmäßig nach Südostasien. Mehr über mich und meine Methodik

Zuletzt aktualisiert am 13.10.2026

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