Miles & More: 30 Mio. Mitglieder & was das bedeutet

Wenn mich Leute fragen, ob sich Meilen sammeln wirklich lohnt, nenne ich ihnen eine Zahl: 30 Millionen. So viele Menschen sind bei Miles & More angemeldet – das größte Vielfliegerprogramm Europas. Millionen von ihnen schwören drauf, und das nicht ohne Grund. Aber was steckt wirklich hinter dem Programm? Was verraten die Zahlen über die Stärken und Schwächen?

Miles & More auf einen Blick

~30 Millionen

Mitglieder gesamt

~10 Millionen

Davon aktiv

300+ (38 Airlines)

Partner weltweit

~900.000

Statusinhaber

1/3 aller Meilen

Nicht-Luftfahrt-Anteil

Bestes FFP Europa (Freddie Awards)

Auszeichnung

Wie groß ist Miles & More wirklich?

Rund 30 Millionen Menschen haben ein Miles & More Konto. Das klingt gewaltig – aber relevant ist vor allem eine andere Zahl: Nur 10 Millionen nutzen das Programm wirklich aktiv. Das sind ein Drittel aller Mitglieder. Der Rest hat sich irgendwann angemeldet, vielleicht mal einen Flug eingetragen, und das war's.

Jeden Monat kommen 50.000 neue aktive Mitglieder dazu. Die meisten davon steigen über Airline-Partner ein – sprich, sie buchen einen Lufthansa-Flug und melden sich dabei an. Das erklärt auch, warum das Programm so stark auf den DACH-Markt ausgerichtet ist: Fast die Hälfte der aktiven Mitglieder kommt aus dem deutschsprachigen Raum.

Internationale Reichweite

Knapp 50 Prozent der aktiven Miles & More Mitglieder nutzen das Programm außerhalb der D-A-CH-Region. Das macht das Programm auch für internationale Vielreisende relevant – besonders, weil Lufthansa-Partnerairlines auf allen Kontinenten vertreten sind.

Rund 900.000 Mitglieder haben einen Vielfliegerstatus – entweder Frequent Traveller, Senator oder den sehr exklusiven HON Circle Member. Das sind unter 10 Prozent der aktiven Mitglieder. Der Status bringt echte Vorteile: Loungezugang, More Miles beim Einchecken, Business-Class-Check-in in Economy. Aber er kostet auch: mindestens 35.000 Statusmeilen im Kalenderjahr für Frequent Traveller.

Die beliebtesten Strecken – was Mitglieder wirklich buchen

Wenn Mitglieder ihre Meilen für Flüge einlösen, gibt es klare Favoriten. Innerdeutsch führen Hamburg–München und Berlin–München. Kontinental gewinnt Frankfurt/München nach London. Interkontinental dominiert die Strecke Frankfurt/München nach New York.

Das überrascht nicht – das sind die meistgeflogenen Strecken von Lufthansa überhaupt. Interessant ist aber, was das über das typische Nutzungsverhalten aussagt: Die meisten lösen für Strecken ein, die sie auch mit Cash fliegen würden. Das ist selten optimal.

Meilen clever einlösen: Nicht auf Kurzstrecken verschwenden

Ein Prämienflug Hamburg–München kostet rund 10.000 Meilen. Derselbe Flug kostet mit dem Deutschlandticket einen Bruchteil davon. Die wirklichen Sweetspots liegen bei Langstrecken in Business oder First Class – da sparst du manchmal über 3.000 Euro im Vergleich zum Cashpreis.

Wo sammeln Mitglieder ihre Meilen?

Eine überraschende Zahl: Ein Drittel aller Prämienmeilen bei Miles & More wird nicht beim Fliegen, sondern am Boden gesammelt und eingelöst – bei Non-Air-Partnern wie Mietwagen, Hotels, Kreditkarten und Alltagseinkäufen.

Das zeigt, dass Miles & More längst kein reines Vielfliegerprogramm mehr ist. Es ist ein Alltagsprogramm. Fast 90 Prozent der Partner sind keine Airlines. Das eröffnet Möglichkeiten für alle, die nicht ständig fliegen – auch wer nur zweimal im Jahr ins Flugzeug steigt, kann durch geschicktes Sammeln am Boden auf interessante Punktestände kommen.

Für Meilen-Sammler

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Die Miles & More Kreditkarte in Zahlen

1,4 Millionen Menschen in 24 Ländern besitzen eine Miles & More Kreditkarte. Das ist eine beachtliche Zahl, aber im Vergleich zu den 10 Millionen aktiven Mitgliedern bedeutet das: Die Mehrheit sammelt ihre Meilen noch ohne Kreditkarte – lässt also Punkte auf der Strecke.

Wer eine Kreditkarte mit Meilenprogramm nutzt, sammelt bei jedem Einkauf – egal ob Supermarkt, Tankstelle oder Online-Shop. Bei einer AmEx Gold zum Beispiel kommen pro Euro mindestens 1 Membership Rewards Punkt, der sich 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln lässt. Das macht bei typischen Alltagsausgaben von 1.500 Euro pro Monat knapp 18.000 Meilen im Jahr allein durch Karteneinsatz.

Der Übertragungsbonus auf Miles & More

Regelmäßig bietet American Express einen Bonus von 25–40 Prozent beim Transfer von Membership Rewards in Miles & More Meilen an. Wer seine Punkte nicht dauerhaft transformiert, sondern auf solche Aktionen wartet, bekommt deutlich mehr für sein Geld.

Der Lufthansa WorldShop: beliebter als man denkt

Der WorldShop ist laut Miles & More die zweitbeliebteste Einlösemöglichkeit nach Prämienflügen. Über 3.000 Produkte von 200 Premium-Marken, mehr als 300.000 verschickte Artikel pro Jahr. Beliebt sind vor allem Bordtrolleys, Kartenetuis und Miniboxen für Lautsprecher.

Ehrlich gesagt: Ich halte das für eine der schlechtesten Einlösemöglichkeiten. Für einen Business-Class-Flug Frankfurt–New York brauchst du je nach Route rund 80.000–105.000 Meilen. Dafür zahlst du sonst gut und gerne 3.000–5.000 Euro. Der gleiche Meilenbetrag bringt dir im WorldShop vielleicht ein paar Koffer. Die Rechnung ist eindeutig.

Kurioses Trivia: 2014 löste jemand 2.698.000 Meilen für einen Whirlpool ein – die bis dahin teuerste WorldShop-Prämie. Mit diesen Meilen hätte man stattdessen locker 25 Langstrecken in First Class fliegen können. Ich will nicht wissen, wie sich diese Person heute fühlt.

Prämienflüge vs. WorldShop: was du wirklich tun solltest

Meilen für Flüge oder Produkte einlösen?

Vorteile

  • Prämienflüge: Höchster Gegenwert, besonders in Business/First Class
  • Upgrades: Günstigster Weg in eine bessere Kabinenklasse
  • Partner-Flüge: Star Alliance ermöglicht Nonstop-Bookings über Umwege
  • Flexibilität: Meilen nicht ausgeben, bis ein echter Sweetspot auftaucht

Nachteile

  • WorldShop: Nur 0,5–1 Cent pro Meile – sehr schlechter Wert
  • Kurzstrecken-Prämienflüge: Ebenfalls schlechter Gegenwert
  • Miles kaufen: Kaum je sinnvoll zu Normalpreisen

Fazit: Sammle Meilen bewusst und erlöse sie für das, was ihnen echten Wert gibt: Business oder First Class auf Langstrecke. Alles andere ist verschenktes Potenzial.

Kreditkarten-Strategie für Miles & More Sammler

Die effizienteste Art, schnell Meilen zu sammeln, ist nicht das Fliegen – sondern die richtige Kreditkarte. Wer konsequent alle Ausgaben über eine Meilenkarte laufen lässt, sammelt in einem Jahr mehr Meilen als durch gelegentliche Kurzstreckenflüge.

Für direkte Miles & More Meilen gibt es die Miles & More Kreditkarten von Lufthansa. Wer aber mehr Flexibilität will und auch andere Programme bedienen möchte, greift zur American Express Gold oder Platinum: Membership Rewards Punkte lassen sich in 14 verschiedene Vielfliegerprogramme übertragen – darunter natürlich Miles & More.

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Warum du dieser Einschätzung vertrauen kannst

  • Eigene Erfahrung: Meilen geflogen in Business und First Class
  • Fakten aus offiziellen Miles & More Quellen (Stand 2017, wo angegeben)
  • Keine Schönfärberei: WorldShop-Einlösung ist tatsächlich eine schlechte Idee
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30 Mio.

M&M Mitglieder

300+

Partner weltweit

1/3

Meilen von Non-Air-Partnern


Häufig gestellte Fragen

Das hängt von Strecke und Klasse ab. Innereuropäisch in der Economy beginnt es bei etwa 10.000 Meilen oneway. Interkontinental in der Business Class kostet oft 70.000–105.000 Meilen oneway je nach Strecke. Die echten Sweetspots – wo du den höchsten Gegenwert bekommst – liegen bei langen Langstrecken in Business oder First.
Ja. Prämienmeilen verfallen nach 36 Monaten ohne jede Aktivität. 'Aktivität' bedeutet dabei: Meilen einsammeln oder einlösen, also irgendeinen Umsatz mit einem Partner erzielen. Wer regelmäßig sammelt – auch nur mit einer Kreditkarte – muss sich in der Regel keine Sorgen machen.
Am effizientesten über eine Kreditkarte, die Meilen oder umwandelbare Punkte sammelt. Dazu kommen Hotels, Mietwagen, Shopping-Partner und sogar Stromverträge mit Miles & More Anbindung. Ein Drittel aller M&M Meilen werden laut offiziellen Zahlen am Boden gesammelt – das Potenzial ist enorm.
Das ist variabel und hängt stark davon ab, wofür du sie einlöst. Bei einer Business-Class-Prämie auf Langstrecke kannst du 1,5–2 Cent pro Meile realisieren. Im WorldShop oder bei Kurzstrecken-Prämienflügen bist du oft bei unter 1 Cent – also schlechter Gegenwert. Ziel: Meilen strategisch sammeln und für hochwertige Einlösungen aufheben.
Ja. American Express Membership Rewards Punkte lassen sich 1:1 in Miles & More Meilen übertragen. Regelmäßig gibt es Transferboni von 25–40 Prozent, bei denen du deutlich mehr Meilen für deine Punkte bekommst. Diese Aktionen im Auge zu behalten lohnt sich.

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