Meilenschnäppchen 2026: Diese 5 Airlines haben sie noch

Erschienen03.10.202611 Min. Lesezeit
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Leeres Abfluggate am Abend, dahinter ein Kurzstreckenflugzeug an der Fluggastbrücke im goldenen Licht der untergehenden Sonne.
Mit KI erstellt

Meilenschnäppchen 2026: Diese 5 Airlines haben sie noch

Ein Leser hat mir im September geschrieben, er habe 70.000 Meilen auf dem Konto und wolle damit im Winter nach New York. Er hatte gelesen, dass es bei Miles & More Meilenschnäppchen gibt, bis zu 50 Prozent Nachlass, und dachte sich: damit müsste das doch locker reichen. Er hat dann eine halbe Stunde lang die Prämienflugsuche durchgeklickt und kein einziges Schnäppchen gefunden.

Das lag nicht an ihm. Es liegt daran, dass die Meilenschnäppchen heute etwas völlig anderes sind als das, was die meisten Artikel im Netz noch beschreiben. Es gibt sie nach wie vor, das ist die gute Nachricht. Aber sie gelten bei keiner einzigen Airline der Lufthansa Group mehr, und sie funktionieren auf der Langstrecke grundsätzlich nicht. Wer mit Meilenschnäppchen nach New York will, sucht nach etwas, das es nicht gibt.

Ich habe mir die offiziellen Miles-&-More-Seiten am 3. Oktober 2026 noch einmal in Ruhe angesehen und die Bedingungen durchgearbeitet, auch die, die in zugeklappten Hinweisfeldern stecken und die kaum jemand aufklappt. Genau dort stehen die Einschränkungen, an denen die meisten Buchungsversuche scheitern. Dieser Beitrag sagt dir, wer die Meilenschnäppchen noch hat, was sie wirklich sparen, welche Regel richtig wehtut und was auf der Langstrecke stattdessen übrig bleibt.

Auf einen Blick

Brussels, Croatia, Eurowings, LOT, LuxairWer hat sie noch
Lufthansa, Swiss, Austrian, City AirlinesWer nicht mehr
bis zu 50 %, ab 12.000 statt 28.000 MeilenNachlass
nur Direktflüge, keine LangstreckeHarte Grenze
weder umbuchbar noch stornierbarDer Haken
Fly Smart Award Flight, 14 bis 2 Tage vorherLangstrecken-Alternative

Was ein Meilenschnäppchen überhaupt ist

Ein Prämienflug kostet normalerweise einen festen Meilenpreis, der sich aus einer Tabelle ergibt. Economy innerhalb Europas, hin und zurück: 28.000 Meilen. Das ist der Normalfall, und an dem ändert sich nichts.

Ein Meilenschnäppchen ist ein zeitlich begrenztes Angebot, bei dem Miles & More für bestimmte Strecken und bestimmte Airlines deutlich weniger Meilen verlangt. Die Angebote wechseln monatlich. Laut Miles & More sind sie ab 12.000 Meilen buchbar, der Nachlass beträgt bis zu 50 Prozent gegenüber dem regulären Prämienflug.

Wichtig für das Verständnis: Es gibt keinen separaten Schnäppchen-Shop, in dem du stöberst. Du gibst deine Reisedaten in die ganz normale Prämienflugsuche ein, und wenn die gewünschte Verbindung gerade in der Aktion ist, zeigt dir das System den reduzierten Preis von selbst an. Deshalb ist die Suche auch so frustrierend, wenn man nicht weiß, wonach man suchen muss. Man sieht nicht, was es gibt, sondern nur, ob die eigene Wunschverbindung zufällig dabei ist.

Das erklärt auch, warum so viele Leute enttäuscht sind. Die Werbung spricht von bis zu 50 Prozent und ab 12.000 Meilen, und beide Zahlen stimmen. Sie gelten aber nur für den günstigsten denkbaren Fall, also einen kurzen Europaflug in der Economy bei einer der fünf Partner-Airlines. Wer eine andere Strecke oder eine andere Klasse im Kopf hat, landet schnell bei ganz anderen Werten oder findet gar kein Angebot.

Ein Meilenschnäppchen ist außerdem immer ein Hin- und Rückflug. Einfache Strecken gibt es nicht, und Hin- und Rückflug müssen mit derselben Airline stattfinden. Ein Mindestaufenthalt von einem Tag ist Pflicht, über Nacht wegbleiben musst du also in jedem Fall.

Rechnung für einen Economy-Hin-und-Rückflug innerhalb Europas: Normalpreis 28.000 Meilen, mit Meilenschnäppchen 12.000 Meilen, Ersparnis 16.000 Meilen.
Mit KI erstellt
Ein Hin- und Rückflug in der Economy innerhalb Europas kostet regulär 28.000 Meilen. Als Meilenschnäppchen sind es ab 12.000. Die Differenz von 16.000 Meilen ist ungefähr das, was ein weiterer Europaflug kostet.Mit KI erstellt

Warum Lufthansa, Swiss und Austrian herausgefallen sind

Das ist der Punkt, an dem die meisten älteren Ratgeber falsch liegen, und es ist der Grund, warum mein Leser nichts gefunden hat.

Am 3. Juni 2025 hat die Lufthansa Group ihr Prämienflugsystem umgebaut. Seitdem werden die Meilenpreise für Flüge mit Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und City Airlines dynamisch bestimmt, sie hängen also am regulären Ticketpreis. Mit dieser Umstellung sind die Meilenschnäppchen für genau diese Airlines ersatzlos verschwunden.

Miles & More formuliert das auf der eigenen Buchungsseite heute so: Für Flüge mit Austrian Airlines, Air Dolomiti, Discover Airlines, Lufthansa, Lufthansa City und SWISS werden die Meilenwerte je nach Flug angezeigt, bei allen weiteren Airline-Partnern basieren sie auf der Award-Flights-Tabelle. Das ist die Trennlinie. Feste Tabelle bedeutet, dass ein Rabatt darauf überhaupt darstellbar ist. Dynamischer Preis bedeutet, dass es nichts mehr gibt, worauf man einen Rabatt geben könnte.

Die offizielle Begründung lautete, durch die Kopplung an die Ticketpreise werde es künftig mehr Prämienplätze geben. Unter Vielfliegern ist das sehr kritisch aufgenommen worden, und für Einsteiger ist der Effekt eindeutig: Die planbare Rechnung ist weg. Früher konnte man sagen, 28.000 Meilen und ich bin in Rom. Heute hängt der Preis daran, was das Ticket an dem Tag kostet.

Für dich heißt das ganz praktisch: Wenn du auf einer Lufthansa-, Swiss- oder Austrian-Verbindung nach einem Meilenschnäppchen suchst, kannst du beliebig lange suchen. Es wird keines auftauchen. Das ist kein Verfügbarkeitsproblem und kein Timing-Problem, es gibt diese Angebote dort schlicht nicht mehr.

Diese fünf Airlines haben Meilenschnäppchen noch

Auf der offiziellen Meilenschnäppchen-Seite führt Miles & More fünf Airlines mit jeweils eigenen Besonderheiten auf. Die Besonderheiten stecken in aufklappbaren Feldern, und genau sie entscheiden darüber, ob ein Angebot für dich überhaupt infrage kommt.

Mir ist beim Durchgehen vor allem eines aufgefallen: Alle fünf Einschränkungen sagen im Kern dasselbe. Jede Airline lässt Meilenschnäppchen ausschließlich auf Direktflügen in ihrem eigenen Heimatmarkt zu. Umsteigen ist überall ausgeschlossen, mit einer einzigen eng umrissenen Ausnahme bei LOT.

Das sind die fünf Airlines und ihre Bedingungen, wörtlich nach der offiziellen Meilenschnäppchen-Seite, abgerufen am 3. Oktober 2026:

  • Brussels Airlines: nur gültig für Direktflüge von oder nach Brüssel, ohne Umsteigemöglichkeit.
  • Croatia Airlines: nur gültig für Direktflüge von und nach Kroatien, ohne Umsteigemöglichkeit.
  • Eurowings: nur gültig für Direktflüge von und nach Deutschland sowie innerhalb Europas, ohne Umsteigemöglichkeit. Für Reisende aus Deutschland ist das die mit Abstand breiteste Option.
  • LOT Polish Airlines: nur gültig für Direktflüge von und nach Polen, mit einem innerpolnischen Anschlussflug am selben Tag. Ein Zwischenstopp ist nicht gestattet.
  • Luxair: nur gültig für Direktflüge von und nach Luxemburg, ohne Umsteigemöglichkeit.

Für Reisende aus Deutschland ist damit praktisch nur Eurowings wirklich breit nutzbar, weil dort Flüge von und nach Deutschland sowie innerhalb Europas eingeschlossen sind. Die anderen vier setzen voraus, dass dein Flug in Brüssel, Kroatien, Polen oder Luxemburg startet oder endet. Das ist kein Ausschlusskriterium, Kroatien im Sommer oder Brüssel für ein Wochenende sind reale Reiseziele. Man sollte es nur vorher wissen, statt es nach zwanzig erfolglosen Suchanfragen zu ahnen.

Übersicht: Fünf Airlines bieten Meilenschnäppchen (Brussels, Croatia, Eurowings, LOT, Luxair), keine Airline der Lufthansa Group, und es gelten nur Direktflüge ohne Langstrecke.
Mit KI erstellt
Fünf Partner-Airlines haben die Meilenschnäppchen behalten. Lufthansa, Swiss und Austrian sind nicht darunter, und alle fünf gelten ausschließlich für Direktflüge.Mit KI erstellt

Der Haken, den kaum jemand nennt: nur Direktflüge

Wenn du dir aus diesem Beitrag einen einzigen Satz merkst, dann diesen: Mit einem Meilenschnäppchen kommst du nicht auf die Langstrecke.

Das steht so nirgends als Überschrift. Es ergibt sich daraus, dass alle fünf Airlines nur Direktflüge zulassen und keine der fünf Interkontinentalstrecken in nennenswertem Umfang bedient. Brussels Airlines fliegt zwar nach Afrika, aber das Meilenschnäppchen gilt dort nur für Direktflüge von oder nach Brüssel, und die Angebote betreffen in der Praxis das europäische Streckennetz.

Rechne es einmal durch, dann wird klar, warum das so wichtig ist. Mein Leser wollte nach New York. Ein Prämienflug dorthin bewegt sich in der Economy im Bereich von 40.000 bis 45.000 Meilen für Hin- und Rückflug, in der Business deutlich darüber. Mit einem Meilenschnäppchen hätte er theoretisch die Hälfte gespart. Nur gibt es für diese Strecke eben keines, egal wie lange er sucht. Seine 70.000 Meilen sind trotzdem genug für den regulären Prämienflug, er muss nur wissen, dass er ihn ganz normal buchen muss.

Ich halte das für die wichtigste Korrektur an der verbreiteten Vorstellung. Meilenschnäppchen sind kein Werkzeug für den großen Traumflug. Sie sind ein Werkzeug für den zweiten, dritten und vierten Europaflug im Jahr, bei dem du sonst gar keine Meilen ausgegeben hättest. Wer sie so benutzt, holt richtig viel heraus. Wer auf sie wartet, um damit nach Asien zu kommen, wartet vergeblich.

Die gute Nachricht: Für die Langstrecke gibt es ein anderes Angebot, das kaum jemand kennt und das tatsächlich bis nach Südostasien reicht. Dazu weiter unten mehr.

Was ein Meilenschnäppchen wirklich spart

Jetzt zur Rechnung, denn „bis zu 50 Prozent" sagt einem Einsteiger wenig.

Der reguläre Prämienflug in der Economy innerhalb Europas kostet 28.000 Meilen für Hin- und Rückflug. Als Meilenschnäppchen startet dieselbe Reise bei 12.000 Meilen. Die Differenz liegt bei 16.000 Meilen, und das ist mehr, als die Zahl zunächst wirkt: 16.000 Meilen sind mehr als die Hälfte eines weiteren Europafluges. Du bekommst den zweiten Flug also fast geschenkt.

In der Business Class innerhalb Europas liegt der reguläre Prämienflug bei 50.000 Meilen für Hin- und Rückflug. Meilenschnäppchen sind laut Miles & More auch in der Premium Economy und in der Business buchbar, der konkrete Preis hängt aber vom jeweiligen Monatsangebot ab. Hier kann ich dir keine feste Zahl nennen, ohne zu raten, und das lasse ich lieber.

Was in keiner dieser Rechnungen steckt, sind Steuern, Gebühren und Airline-Zuschläge. Die fallen zusätzlich an und lassen sich nicht mit Meilen bezahlen. Bei einem innereuropäischen Hin- und Rückflug liegen sie je nach Strecke und Airline grob im zweistelligen Eurobereich. Das ist verkraftbar, aber es ist eben kein Nullpreis, und genau daran stören sich viele beim ersten Mal.

Mein Maßstab dafür, ob sich ein Meilenschnäppchen lohnt: Rechne aus, was derselbe Flug in bar kosten würde, zieh die Steuern und Gebühren ab, und teile den Rest durch die Meilen. Kommst du über einen Cent pro Meile, ist das für einen Europaflug in der Economy ein guter Wert. Bei 12.000 Meilen und einem Barpreis von 180 Euro abzüglich 40 Euro Gebühren landest du bei rund 1,2 Cent je Meile. Das ist solide.

Die Regel, die wirklich wehtut: keine Umbuchung, keine Stornierung

Unter den Bedingungen steht ein Satz, der harmlos aussieht und es nicht ist: Meilenschnäppchen können weder umgebucht noch storniert werden.

Beim regulären Prämienflug sieht die Welt anders aus. Den kannst du gegen eine Gebühr umbuchen oder stornieren, und die Meilen kommen zurück aufs Konto. Diese Sicherheit fehlt beim Meilenschnäppchen vollständig. Buchst du, und die Reise platzt, sind die Meilen weg. Nicht reduziert, nicht gegen Gebühr zurückholbar, sondern weg.

Ich finde, das ändert die Rechnung spürbar. Ein Meilenschnäppchen ist damit kein flexibles Angebot, sondern eher wie ein stark rabattiertes Sparticket. Für einen fest geplanten Urlaub mit gebuchter Unterkunft ist das vollkommen in Ordnung. Für einen Termin, der noch wackelt, oder für eine Reise mit kleinen Kindern, bei der auch mal etwas dazwischenkommt, würde ich sehr genau überlegen.

Dazu kommen ein paar weitere Bedingungen, die man vorher kennen sollte, weil sie sonst erst im Buchungsprozess auffallen:

  • Buchungen sind ausschließlich online möglich, über die Hotline geht es nicht.
  • Die Verfügbarkeit ist begrenzt. Zu touristischen Zielen gibt es bei manchen Airlines kein tägliches Angebot, Miles & More nennt dafür ausdrücklich Eurowings als Beispiel.
  • Buchungs- und Reisezeiträume sind je Airline festgelegt und unterscheiden sich.
  • Es muss ein Hin- und Rückflug sein, und zwar mit derselben Airline.
  • Mindestaufenthalt ist ein Tag.
  • Das Ticket wird direkt nach der Buchung als etix ausgestellt.

Der letzte Punkt ist übrigens kein Nachteil, sondern praktisch. Du hast das Ticket sofort und musst nicht auf eine Bestätigung warten. Er bedeutet nur zusätzlich, dass die Sache mit dem Abschluss der Buchung endgültig ist.

Fly Smart Award Flight: die Alternative für die Langstrecke

Jetzt zu dem Angebot, das in der Diskussion um die Meilenschnäppchen fast immer untergeht und das genau die Lücke füllt, die sie offenlassen.

Der Fly Smart Award Flight ist der Rabatt für Kurzentschlossene. Buchbar ist er frühestens 14 Tage und spätestens 2 Tage vor Abflug. Dafür gibt es bis zu 40 Prozent Nachlass auf die benötigten Meilen. Innerhalb Europas kostet ein Hin- und Rückflug in der Economy damit 16.000 statt der regulären 28.000 Meilen, in der Business 30.000 statt 50.000.

Der entscheidende Unterschied zum Meilenschnäppchen: Der Fly Smart Award Flight geht auch interkontinental. Dort allerdings ausschließlich in der Economy, Business ist außerhalb Europas nicht verfügbar. Die Meilenwerte sind fest und stehen offen auf der Miles-&-More-Seite.

So viele Meilen kostet ein Fly Smart Award Flight für Hin- und Rückflug, laut der offiziellen Miles-&-More-Seite vom 3. Oktober 2026:

  • Innerhalb Europas: 16.000 Meilen in der Economy, 30.000 in der Business.
  • Europa nach Nord- oder Zentralafrika, Nahost, Kaukasien: 36.000 Meilen, nur Economy.
  • Europa nach Nordamerika, Südliches Afrika, Indien: 41.000 Meilen, nur Economy.
  • Europa nach Mittelamerika und in die Karibik: 60.000 Meilen, nur Economy.
  • Europa nach Südamerika, Zentralasien, Fernost: 65.000 Meilen, nur Economy.
  • Europa nach Südostasien: 74.000 Meilen, nur Economy. Dazu zählen unter anderem Thailand, Vietnam, Singapur, Indonesien, Malaysia und die Philippinen.

An diesen Werten sieht man sofort, wo der Hebel liegt. 41.000 Meilen für Hin- und Rückflug nach Nordamerika ist ein ordentlicher Wert, und 74.000 Meilen nach Südostasien sind für einen Flug nach Bangkok oder auf die Philippinen durchaus attraktiv, wenn man spontan sein kann.

Die drei Wege im Vergleich (Stand: Oktober 2026)

Am günstigsten in Europa

Meilenschnäppchen

Nachlass
bis zu 50 %
Europa Economy, hin und zurück
ab 12.000 Meilen
Langstrecke möglich
nein
Buchungsfenster
monatlich wechselnde Angebote

Fly Smart Award Flight

Nachlass
bis zu 40 %
Europa Economy, hin und zurück
16.000 Meilen
Langstrecke möglich
ja, aber nur in der Economy
Buchungsfenster
14 bis 2 Tage vor Abflug

Regulärer Prämienflug

Nachlass
kein Nachlass
Europa Economy, hin und zurück
28.000 Meilen
Langstrecke möglich
ja, auch in der Business
Buchungsfenster
jederzeit, solange Prämienplätze frei sind

Quelle: offizielle Seiten von Miles & More zu Meilenschnäppchen und Fly Smart Award Flight, abgerufen am 3. Oktober 2026.

Zwei Bedingungen gehören dazu. Innerhalb von Deutschland und Europa ist der früheste Rückflug der erste Sonntag nach Reiseantritt, du bleibst also mindestens über ein Wochenende. Bei interkontinentalen Zielen beträgt der Mindestaufenthalt sieben Tage. Beides passt gut zu einem richtigen Urlaub und schlecht zu einer Geschäftsreise.

Für meinen Leser mit den 70.000 Meilen und dem New-York-Wunsch ist genau das die Antwort gewesen: nicht auf ein Meilenschnäppchen warten, sondern zwei Wochen vor dem Wunschtermin nach einem Fly Smart Award Flight sehen. 41.000 Meilen statt rund 45.000, und er hätte sogar noch Meilen übrig.

So findest du ein Meilenschnäppchen in drei Schritten

Der Ablauf ist einfacher, als die vielen Bedingungen vermuten lassen. Es gibt keine getrennte Suchmaske und keinen Aktionscode, den du eingeben müsstest.

  1. Reisedaten in die normale Prämienflugsuche von Miles & More eingeben, mit Hin- und Rückflug.
  2. Die Ergebnisliste durchsehen. Ist deine Verbindung gerade im Angebot, zeigt das System den reduzierten Meilenpreis direkt an.
  3. Buchen. Die Meilen werden sofort vom Konto abgebucht, das Ticket kommt unmittelbar danach.
Drei Schritte zur Buchung: Reisedaten eingeben, Flug aussuchen, mit Meilen buchen.
Mit KI erstellt
Es gibt keine separate Schnäppchen-Suche. Du buchst einen ganz normalen Prämienflug, und der reduzierte Preis erscheint von selbst, wenn die Verbindung dabei ist.Mit KI erstellt

Weil die Angebote monatlich wechseln, lohnt sich ein fester Rhythmus. Ich sehe zu Monatsbeginn einmal nach, ob auf einer meiner Wunschstrecken etwas dabei ist. Das dauert zwei Minuten und erspart das Gefühl, ständig etwas zu verpassen.

Noch ein praktischer Hinweis zur Suche: Fang bei Eurowings an, wenn du von Deutschland aus fliegst. Das ist die einzige der fünf Airlines, bei der Flüge von und nach Deutschland sowie innerhalb Europas eingeschlossen sind. Bei den anderen vier musst du ohnehin in Brüssel, Kroatien, Polen oder Luxemburg starten oder landen, und wenn das zu deiner Reise nicht passt, kannst du sie dir sparen.

Vor der Buchung durchgehen

Fünf Fragen, die dir hinterher Ärger ersparen.

  • Steht der Reisetermin wirklich fest?

    Meilenschnäppchen sind weder umbuchbar noch stornierbar. Bei Unsicherheit ist der reguläre Prämienflug trotz höherem Meilenpreis die bessere Wahl.

  • Ist es ein Direktflug bei einer der fünf Airlines?

    Umsteigeverbindungen sind ausgeschlossen, Langstrecke ebenfalls.

  • Hin- und Rückflug mit derselben Airline geplant?

    Einfache Strecken gibt es nicht, ein Mindestaufenthalt von einem Tag ist Pflicht.

  • Steuern und Gebühren eingeplant?

    Sie fallen zusätzlich an und lassen sich nicht mit Meilen bezahlen.

  • Centwert je Meile ausgerechnet?

    Unter einem Cent pro Meile lohnt sich das Einlösen für einen Europaflug selten.

Haeufig gestellte Fragen

Nein. Für Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und City Airlines wurden die Meilenschnäppchen am 3. Juni 2025 abgeschafft. Seitdem werden die Meilenpreise dort dynamisch anhand des Ticketpreises bestimmt. Meilenschnäppchen gibt es nur noch bei Brussels Airlines, Croatia Airlines, Eurowings, LOT Polish Airlines und Luxair.
Bis zu 50 Prozent. Ein Hin- und Rückflug in der Economy innerhalb Europas kostet regulär 28.000 Meilen und als Meilenschnäppchen ab 12.000 Meilen. Die Ersparnis liegt damit bei bis zu 16.000 Meilen. Steuern, Gebühren und Airline-Zuschläge kommen in beiden Fällen zusätzlich dazu und lassen sich nicht mit Meilen bezahlen.
Nein. Alle fünf verbliebenen Airlines lassen Meilenschnäppchen ausschließlich auf Direktflügen in ihrem Heimatmarkt zu, Umsteigeverbindungen sind ausgeschlossen. Für interkontinentale Ziele gibt es stattdessen den Fly Smart Award Flight, der 14 bis 2 Tage vor Abflug buchbar ist und zum Beispiel 41.000 Meilen für Hin- und Rückflug nach Nordamerika kostet, allerdings nur in der Economy.
Nein. Meilenschnäppchen können laut den Bedingungen von Miles & More weder umgebucht noch storniert werden. Platzt die Reise, sind die eingesetzten Meilen verloren. Beim regulären Prämienflug ist eine Stornierung gegen Gebühr dagegen möglich, die Meilen kommen dort zurück aufs Konto.
Es gibt keine separate Schnäppchen-Suche. Du gibst deine Reisedaten in die normale Prämienflugsuche von Miles & More ein, und wenn deine Verbindung im Angebot ist, erscheint der reduzierte Meilenpreis automatisch in der Ergebnisliste. Die Angebote wechseln monatlich, ein Blick zu Monatsbeginn genügt.
Nein, du brauchst nur ein Miles-&-More-Konto mit genügend Meilen. Eine Kreditkarte hilft lediglich dabei, die Meilen überhaupt zusammenzubekommen, wenn du nicht viel fliegst. 12.000 Meilen für ein Europa-Schnäppchen lassen sich auch ohne Flüge sammeln.

Fazit

Die Meilenschnäppchen gibt es noch, aber sie sind ein kleineres Werkzeug geworden, als ihr Ruf vermuten lässt. Fünf Partner-Airlines, ausschließlich Direktflüge, keine Langstrecke, und bei der Lufthansa Group sind sie seit Juni 2025 vollständig verschwunden.

Wer das weiß, kann sie sehr gut nutzen. Ein Europaflug in der Economy ab 12.000 statt 28.000 Meilen ist ein echter Nachlass, und bei Eurowings sind Strecken von und nach Deutschland eingeschlossen. Man muss nur den Termin sicher haben, weil eine Stornierung nicht vorgesehen ist.

Wer dagegen von der Business Class nach Asien träumt, sollte gar nicht erst bei den Meilenschnäppchen anfangen. Dafür ist der Fly Smart Award Flight der bessere Weg, sofern du spontan sein kannst, oder eben der ganz normale Prämienflug mit fester Meilentabelle bei den Star-Alliance-Partnern.

Alle Angaben in diesem Beitrag habe ich am 3. Oktober 2026 auf den offiziellen Miles-&-More-Seiten geprüft. Stand: Oktober 2026.

Geschrieben von

Simon Edholzer

Gründer von Meilen-Meister. Sammelt selbst aktiv Meilen und Punkte mit Amex Gold, Platinum und Payback Amex — zuletzt 40.000 Membership-Rewards-Punkte über eine einzige Empfehlung — und fliegt damit regelmäßig nach Südostasien. Mehr über mich und meine Methodik

Zuletzt aktualisiert am 03.10.2026

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