Condor mit Meilen buchen: Diese Programme funktionieren 2026 wirklich

Erschienen02.09.202610 Min. Lesezeit
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Reisender mit Trolley steht am Abend vor der Terminalscheibe und blickt auf ein Passagierflugzeug am Gate
Mit KI erstellt

Der Flug nach Mallorca steht, die Familie will im Herbst nach Fuerteventura, und im Buchungsportal steht Condor. Gleichzeitig liegen auf irgendeinem Konto Meilen herum, von einer Kreditkarte, von alten Flügen, von einer Aktion vor zwei Jahren. Die naheliegende Frage: Kann ich den Condor-Flug einfach mit Meilen bezahlen?

Die Antwort ist nicht so unübersichtlich, wie die Suchergebnisse vermuten lassen, aber sie ist anders, als die meisten denken. Condor betreibt kein eigenes Vielfliegerprogramm. Es gibt also keine Condor-Meilen, kein Condor-Meilenkonto und keine Karte, mit der man direkt bei Condor sammelt. Wer einen Condor-Flug mit Meilen bezahlen will, muss den Umweg über ein Partnerprogramm gehen.

Ich habe an diesem Punkt schon zweimal Zeit verloren, weil ich mich auf Ratgeber verlassen habe, die eine Möglichkeit beschreiben, die es so nicht mehr gibt. Deshalb steht in diesem Beitrag zu jedem Programm dabei, was Condor und das jeweilige Programm heute selbst dazu schreiben, und wo die verbreiteten Angaben davon abweichen. Stand: September 2026.

Auf einen Blick

Condor hat keinsEigenes Programm
Emirates Skywards, ab 3.000 MeilenGünstigster Einstieg
Qantas Frequent FlyerNeu seit 1.9.2026
Atmos Rewards und Miles & MoreGeht nicht
Amex-Punkte zu Skywards, 2 zu 1Deutscher Weg
Steuern und GebührenImmer extra

Condor hat kein eigenes Meilenprogramm, und das ist der ganze Knackpunkt

Fast jede grosse Airline betreibt ein eigenes Vielfliegerprogramm. Lufthansa hat Miles & More, Emirates hat Skywards, British Airways hat den Club mit den Avios. Bei Condor ist das anders, und daran hängt alles Weitere. Auf ihrer Seite zu den Vielfliegerprogrammen schreibt die Airline es selbst: Condor betreibt kein eigenes Meilenprogramm.

Das klingt zunächst wie ein Nachteil, ist aber vor allem eine andere Logik. Statt eigene Meilen auszugeben, öffnet Condor seine Flüge für die Programme von Partnerairlines. Wer dort Mitglied ist, kann Condor-Flüge in diesen Programmen buchen, und je nach Programm auch Meilen für geflogene Condor-Strecken gutgeschrieben bekommen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Dingen, die im Alltag oft in einen Topf geworfen werden. Meilen sammeln heisst: Du fliegst mit Condor, bezahlst normal in Euro, und ein Partnerprogramm schreibt dir dafür Meilen gut. Meilen einlösen heisst: Du bezahlst den Flug mit Meilen aus einem Partnerprogramm. Beides ist unabhängig voneinander geregelt, und bei Condor fallen die beiden Listen tatsächlich auseinander. Es gibt Programme, in denen du auf Condor sammelst, aber nicht einlösen kannst. Und es gibt den umgekehrten Fall.

Was es dagegen nicht gibt, ist ein Condor-Produkt, das wie ein Meilenprogramm aussieht, aber keines ist. Die Condor Card etwa bündelt Extras wie Sitzplatz oder Gepäck, sie sammelt keine Meilen. Wer also nach einem Condor-Meilenkonto sucht, sucht etwas, das nicht existiert.

Diese Programme buchen Condor, diese nicht

Vier Programme kommen für einen Condor-Prämienflug in Frage: Emirates Skywards, Etihad Guest, JetBlue TrueBlue und, ganz frisch, Qantas Frequent Flyer. Ein fünftes Programm taucht in vielen deutschen Ratgebern auf, funktioniert für Prämienflüge aber nicht, und dieser Punkt ist der wichtigste in diesem Beitrag.

Atmos Rewards, bis vor Kurzem als Alaska Mileage Plan bekannt, ist tatsächlich ein Condor-Partner. Du kannst dort Meilen für geflogene Condor-Strecken sammeln. Einen Condor-Flug mit Atmos-Meilen bezahlen kannst du aber nicht. Condor formuliert das auf der englischsprachigen Seite zum Programm unmissverständlich: Prämienflüge und Upgrades von Atmos Rewards sind auf Condor-Flügen noch nicht verfügbar. Das Wörtchen "noch" lässt offen, dass sich das ändern kann. Heute ist es so.

Wer sich also darauf verlässt, dass die eigenen Alaska-Meilen für den Sommerurlaub reichen, plant an der Realität vorbei. Ich halte das für den häufigsten Irrtum bei diesem Thema, weil die Partnerschaft zwischen Condor und Alaska seit Jahren besteht und viele Texte den Unterschied zwischen sammeln und einlösen nicht sauber ziehen.

Miles & More fehlt in dieser Aufzählung übrigens vollständig, und das ist kein Versehen. Condor führt Miles & More nicht unter seinen Vielfliegerprogrammen. Wer Meilen bei Miles & More liegen hat, kommt damit an keinen Condor-Prämienflug. Das überrascht viele deutsche Leser, weil beide Airlines historisch zusammengehörten.

Uebersicht der Vielfliegerprogramme fuer Condor-Praemienfluege: Emirates Skywards ab 3.000 Meilen je Flug, Etihad Guest moeglich, Atmos Rewards nicht moeglich und nur zum Meilensammeln geeignet
Mit KI erstellt
Für Condor-Prämienflüge kommen Emirates Skywards (ab 3.000 Meilen je Flug) und Etihad Guest in Frage. Atmos Rewards, das frühere Alaska Mileage Plan, eignet sich nur zum Meilensammeln, nicht zum Einlösen.Mit KI erstellt

Die vier Programme, die Condor buchen können

Günstigster Einstieg

Emirates Skywards

Prämienflug buchen
Ja
Meilen sammeln
Nein, seit 30.04.2026 beendet
Einstiegspreis
ab 3.000 Meilen
Buchung über
emirates.com
Neu seit 1.9.2026

Qantas Frequent Flyer

Prämienflug buchen
Ja, Economy bis Business
Meilen sammeln
Keine Angabe
Einstiegspreis
Award Chart des Programms
Buchung über
qantas.com

Etihad Guest

Prämienflug buchen
Ja
Meilen sammeln
Keine Angabe
Einstiegspreis
Award Chart des Programms
Buchung über
etihad.com

JetBlue TrueBlue

Prämienflug buchen
Ja
Meilen sammeln
Ja, bis 200 % der Distanz
Einstiegspreis
Award Chart des Programms
Buchung über
jetblue.com

Angaben nach den Seiten von Condor und der jeweiligen Programme, Stand September 2026. In dieser Tabelle stehen keine Affiliate-Links.

Emirates Skywards: ab 3.000 Meilen einlösen, sammeln geht nicht mehr

Emirates Skywards ist von allen vier Programmen das interessanteste, und zwar aus einem einfachen Grund: Auf seiner Condor-Partnerseite nennt Emirates einen konkreten Einstiegspreis. Condor-Flüge lassen sich dort ab 3.000 Skywards-Meilen einlösen. Das ist für ein Programm mit distanzabhängigem Award Chart ein niedriger Startwert, und er macht kurze Strecken interessant, für die sich ein Prämienflug sonst kaum lohnt.

Zur Einordnung: 3.000 Meilen sind wenig. Viele Programme verlangen für den kürzesten denkbaren Prämienflug in Europa das Doppelte oder Dreifache. Was dein konkreter Flug kostet, hängt an der Distanz und an der Verfügbarkeit, und das zeigt dir erst die Suche im eingeloggten Skywards-Konto. Der Startwert sagt dir aber, in welcher Grössenordnung du planen kannst.

Es gibt einen Haken, und der wird in älteren Texten regelmässig übersehen. Das Meilensammeln auf Condor-Flügen hat Emirates zum 1. Mai 2026 eingestellt. Skywards-Meilen wurden für Condor-Flüge gutgeschrieben, die bis einschliesslich 30. April 2026 geflogen wurden. Wer danach mit Condor geflogen ist, bekommt dafür keine Skywards-Meilen mehr. Nachträgliche Anträge waren nur für Flüge bis zu diesem Datum möglich.

Für die Praxis heisst das: Emirates Skywards ist bei Condor ein reines Ausgabe-Programm geworden. Du sammelst die Meilen woanders und gibst sie bei Condor aus. Genau deshalb ist die Frage, wie man als Sammler in Deutschland überhaupt an Skywards-Meilen kommt, der eigentlich spannende Teil.

Der deutsche Weg: von Amex-Punkten zum Condor-Flug

Skywards-Meilen bekommt man in Deutschland nicht durchs Fliegen mit Condor, und mit Emirates fliegen die wenigsten regelmässig. Der praktikable Weg führt über Kreditkartenpunkte. American Express führt Emirates Skywards auf seiner deutschen Partnerseite als Transferpartner für Membership Rewards Punkte, im Verhältnis 2 Punkte zu 1 Skywards-Meile.

Damit lässt sich die Rechnung durchziehen. Für den Einstiegspreis von 3.000 Skywards-Meilen brauchst du 6.000 Membership Rewards Punkte. Das ist eine Grössenordnung, die auch ohne Vielfliegerei erreichbar ist. Zum Vergleich: Der Willkommensbonus der Amex Gold liegt bei 50.000 Punkten, das entspricht 25.000 Skywards-Meilen, also einem Vielfachen des Einstiegspreises.

Bevor jetzt jemand die 25.000 durch 3.000 teilt: So funktioniert es nicht. Der Startwert gilt für die kürzesten Strecken. Ein Flug nach Fuerteventura oder auf die Malediven kostet deutlich mehr Meilen als ein Flug innerhalb Europas, und Steuern und Gebühren zahlst du bei jedem Prämienflug zusätzlich in Euro. Die Rechnung sagt dir nur, dass ein Willkommensbonus in dieser Grössenordnung realistisch für mehr als einen Condor-Flug reicht.

Ein Punkt, der leicht untergeht: Der Transfer ist eine Einbahnstrasse. Sind die Punkte einmal bei Skywards, kommen sie nicht zurück. Übertrage deshalb erst, wenn du den Flug in der Skywards-Suche tatsächlich als verfügbar siehst, nicht auf Vorrat. Das gilt für jeden Punktetransfer, bei Condor umso mehr, weil die Ferienstrecken in den Schulferien schnell voll sind.

Rechenweg von Amex-Punkten zum Condor-Flug: 6.000 Membership Rewards Punkte werden im Verhaeltnis 2 zu 1 zu 3.000 Emirates Skywards Meilen und reichen damit fuer einen Condor-Fluege ab 3.000 Meilen
Mit KI erstellt
Rechenweg für den Einstiegspreis: 6.000 Membership Rewards Punkte ergeben im Transferverhältnis 2 zu 1 genau 3.000 Emirates Skywards Meilen, und damit ist der Startwert für einen Condor-Prämienflug erreicht.Mit KI erstellt

Wie der Transfer im Detail abläuft, welche Programme sonst noch als Ziel in Frage kommen und wie lange die Gutschrift dauert, steht ausführlich im Beitrag zum Umwandeln von Membership Rewards Punkten. Wer erst einmal überschlagen will, was die eigenen Punkte in Euro wert sind, bekommt im Meilenrechner in wenigen Sekunden eine Antwort.

Karten, deren Punkte bei Emirates Skywards landen

Beide Karten sammeln Membership Rewards Punkte, die sich im Verhältnis 2 zu 1 zu Emirates Skywards übertragen lassen. Das ist der Weg zu einem Condor-Prämienflug.

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Qantas Frequent Flyer: seit dem 1. September neu dabei

Die jüngste Änderung ist erst wenige Tage alt. Am 1. September 2026 haben Condor und Qantas eine Vielflieger- und Streckenpartnerschaft gestartet. Mitglieder des Qantas Frequent Flyer Programms können ihre Qantas Points seitdem für Prämienflüge mit Condor einlösen, und zwar in Economy Class, Premium Economy Class und Business Class.

Das ist die erste Condor-Partnerschaft, die ausdrücklich alle drei Kabinen umfasst. Interessant wird sie durch Condors Streckennetz: Die Airline bedient nach eigenen Angaben mehr als 90 Ziele in Europa, im Mittelmeerraum, in Nordamerika, Mittelamerika und der Karibik. Für Qantas-Mitglieder öffnet sich damit auf einen Schlag ein europäisches Netz, das dem Programm bisher fehlte.

Für deutsche Sammler ist der Nutzen ehrlicherweise begrenzt, und das sollte man nicht schönreden. Qantas Points sind von Deutschland aus schwer zu bekommen. Die deutsche Amex-Partnerseite führt Qantas nicht als Transferziel für Membership Rewards Punkte. Wer keine Verbindung nach Australien hat, wird sein Punktekonto dort kaum füllen.

Relevant ist die Partnerschaft trotzdem für zwei Gruppen: für alle, die aus beruflichen oder familiären Gründen ohnehin ein Qantas-Konto führen, und für alle, die einen Australienflug mit einem Europaaufenthalt verbinden wollen. Und sie ist ein Signal. Condor öffnet sich weiter für Partnerprogramme, und die Liste der Wege zu einem Condor-Prämienflug ist in den letzten zwei Jahren eher länger als kürzer geworden.

Etihad Guest und JetBlue TrueBlue: die beiden anderen Wege

Etihad Guest führt Condor auf seiner deutschsprachigen Partnerseite als Airline-Partner. Der Hintergrund ist eine strategische Partnerschaft der beiden Airlines, zu der ausdrücklich auch ein Vielfliegerabkommen gehört: Etihad-Guest-Mitglieder können Meilen für Condor-Flüge einlösen. Etihad arbeitet mit distanzbasierten Prämientabellen, deren Werte je nach Partnerairline unterschiedlich ausfallen.

Was ein konkreter Condor-Flug bei Etihad Guest kostet, nenne ich hier bewusst nicht. Ich habe für die Etihad-Prämientabelle zu Condor heute keine belastbare Angabe aus erster Hand gefunden, und eine geschätzte Zahl wäre an dieser Stelle schlimmer als keine. Wer das Programm nutzt, sieht den Preis in der Prämiensuche im eigenen Konto, und das ist ohnehin der einzige verlässliche Weg.

JetBlue TrueBlue ist der praktischste der drei Nicht-Emirates-Wege, weil dort sammeln und einlösen beides funktioniert und weil die Buchung im gewohnten Umfeld läuft. TrueBlue-Mitglieder können Condor-Flüge direkt auf jetblue.com als Prämienflug suchen und mit Punkten bezahlen. Umgekehrt lassen sich für geflogene Condor-Strecken TrueBlue-Punkte sammeln, laut Condor je nach Klasse und Tarif bis zu 200 Prozent der Flugdistanz.

Der Haken ist derselbe wie bei Qantas: An TrueBlue-Punkte kommt man von Deutschland aus schwer heran, solange man nicht regelmässig in den USA unterwegs ist. Für Leser mit einem TrueBlue-Konto aus USA-Reisen ist die Kombination aber attraktiv, gerade auf den Transatlantikstrecken, die Condor ab Frankfurt bedient.

Meilen sammeln auf Condor-Flügen: was heute noch geht

Bis hierher ging es ums Ausgeben. Der umgekehrte Fall ist für die meisten Leser sogar der häufigere: Du hast einen Condor-Flug ganz normal in Euro gebucht und willst wenigstens Meilen dafür gutgeschrieben bekommen. Das geht, aber die Liste ist kürzer als noch vor einem Jahr.

Zwei Programme stehen dafür auf Condors eigener Seite: Atmos Rewards und JetBlue TrueBlue. Bei Atmos Rewards, dem Programm von Alaska Airlines und Hawaiian Airlines, sammelst du auf jedem Condor-Flug Punkte. Bei TrueBlue sammelst du je nach gebuchter Klasse und Tarif bis zu 200 Prozent der Flugdistanz als Punkte. Damit dreht sich das Bild von vorhin genau um: Atmos Rewards, das zum Einlösen nicht taugt, ist zum Sammeln die naheliegende Wahl.

Emirates Skywards fällt seit dem 30. April 2026 als Sammelprogramm weg. Miles & More war nie eine Option. Wer also mit Condor fliegt und sich vorher kein Konto bei Atmos Rewards oder TrueBlue angelegt hat, geht bei der Gutschrift leer aus.

Praktisch heisst das: Die Vielfliegernummer muss vor dem Flug ins Buchungsprofil oder spätestens beim Check-in ins Feld. Condor beschreibt beide Wege, online beim Check-in oder am Schalter. Und weil eine einmal erfolgte Gutschrift sich nicht mehr auf ein anderes Programm umbuchen lässt, lohnt sich die kurze Überlegung vorher, welches der beiden Konten du füttern willst.

Welches Programm bei einem konkreten Flug am meisten gutschreibt und warum diese Entscheidung nur einmal möglich ist, habe ich im Beitrag zum Gutschreiben auf das richtige Vielfliegerprogramm ausführlich durchgerechnet.

So buchst du einen Condor-Prämienflug Schritt für Schritt

Der Ablauf ist bei allen Programmen ähnlich, ich beschreibe ihn am Beispiel von Emirates Skywards, weil das für deutsche Leser der realistischste Weg ist. Wichtig ist vor allem die Reihenfolge: erst suchen, dann übertragen, dann buchen. Wer zuerst Punkte überträgt und danach feststellt, dass kein Platz frei ist, sitzt auf Meilen in einem Programm, das er sonst nicht nutzt.

Beginne mit einem kostenlosen Skywards-Konto. Das dauert wenige Minuten und kostet nichts. Danach suchst du im eingeloggten Konto den gewünschten Condor-Flug in der Prämiensuche und schaust, ob für dein Datum überhaupt Prämienplätze angeboten werden. Erst wenn du einen konkreten Flug mit einem konkreten Meilenpreis vor dir hast, überträgst du die passende Menge Membership Rewards Punkte im Verhältnis 2 zu 1.

Der Transfer dauert je nach Programm unterschiedlich lang, plane dafür Puffer ein und buche keinen Prämienflug auf den letzten Drücker. Sobald die Meilen auf dem Skywards-Konto sind, schliesst du die Buchung ab. Die Steuern und Gebühren zahlst du dabei zusätzlich per Karte, sie sind nicht im Meilenpreis enthalten.

Ein letzter Hinweis zur Verfügbarkeit: Condor ist eine Ferienfluggesellschaft, und Prämienplätze auf Ferienstrecken sind in den Schulferien knapp. Wer flexibel ist und ausserhalb der Ferien fliegt, findet deutlich leichter etwas. Wer an feste Termine gebunden ist, sollte früh suchen.

Drei Schritte zum Praemienflug: kostenloses Skywards-Konto eroeffnen, Punkte im Verhaeltnis 2 zu 1 uebertragen, Condor-Flug buchen, Steuern und Gebuehren kommen extra dazu
Mit KI erstellt
Drei Schritte zum Condor-Prämienflug: kostenloses Skywards-Konto eröffnen, erst nach gefundener Verfügbarkeit die Punkte im Verhältnis 2 zu 1 übertragen, dann buchen. Steuern und Gebühren kommen in Euro dazu.Mit KI erstellt

Checkliste vor der Buchung

  • Prüfen, ob der Flug überhaupt von Condor durchgeführt wird

    Codeshare-Flüge anderer Airlines folgen anderen Regeln.

  • Kostenloses Konto beim Zielprogramm anlegen

    Bei Emirates Skywards in wenigen Minuten erledigt.

  • Prämienverfügbarkeit für das Wunschdatum suchen

    Vor jedem Punktetransfer, nie danach.

  • Meilenpreis und Steuern zusammen gegen den Barpreis rechnen

    Bei günstigen Ferientarifen lohnt sich der Prämienflug nicht immer.

  • Erst dann Punkte übertragen, im Verhältnis 2 zu 1

    Der Transfer ist nicht umkehrbar.

  • Vielfliegernummer fürs Sammeln separat hinterlegen

    Beim Barflug: Atmos Rewards oder TrueBlue, nicht Skywards.

Wenn die Prämiensuche nichts ausspuckt, liegt das selten am Programm und meist an der Verfügbarkeit. Welche Suchtricks dabei wirklich helfen, steht im Beitrag zur Prämienflug-Verfügbarkeit.

Mein Fazit

Condor mit Meilen zu buchen ist möglich, aber der Weg ist ein anderer als bei einer Airline mit eigenem Programm. Für deutsche Sammler läuft er praktisch immer über Emirates Skywards, weil das der einzige der vier Wege ist, an dessen Meilen man hier ohne Umwege kommt: über Membership Rewards Punkte im Verhältnis 2 zu 1. Der Award Chart beginnt bei 3.000 Meilen je Flug, und das ist ein niedriger Einstieg.

Der wichtigste Satz dieses Beitrags ist aber ein negativer: Mit Atmos-Meilen buchst du keinen Condor-Flug, auch wenn viele Ratgeber das anders darstellen. Und mit Miles & More erst recht nicht. Wer diese beiden Punkte kennt, spart sich die Sucherei, die mich selbst schon zweimal Zeit gekostet hat.

Und wenn du ohnehin bar bezahlst: Leg dir vor dem Flug ein Konto bei Atmos Rewards oder JetBlue TrueBlue an. Die Gutschrift kostet nichts und die Nummer ist in zwei Minuten eingetragen. Nachträglich geht das nur begrenzt, und auf ein anderes Programm umbuchen lässt sich eine erfolgte Gutschrift nie.

Haeufig gestellte Fragen

Nein. Condor führt Miles & More nicht unter seinen Vielfliegerprogrammen, weder zum Sammeln noch zum Einlösen. Wer Meilen bei Miles & More hat, braucht für einen Condor-Flug ein anderes Programm, in der Praxis meist Emirates Skywards.
Bei Emirates Skywards beginnt der Award Chart für Condor bei 3.000 Skywards-Meilen je Flug. Der tatsächliche Preis hängt an der Distanz und an der Verfügbarkeit und wird erst in der Prämiensuche im eingeloggten Konto sichtbar. Steuern und Gebühren kommen bei jedem Prämienflug zusätzlich in Euro dazu.
Nein. Condor schreibt zum Programm Atmos Rewards ausdrücklich, dass Prämienflüge und Upgrades auf Condor-Flügen dort noch nicht verfügbar sind. Meilen sammeln auf Condor-Flügen funktioniert bei Atmos Rewards dagegen. Viele Ratgeber ziehen diesen Unterschied nicht sauber und nennen Atmos deshalb fälschlich als Buchungsweg.
Nein. Emirates hat das Meilensammeln auf Condor-Flügen zum 1. Mai 2026 eingestellt, gutgeschrieben wurden Flüge bis einschliesslich 30. April 2026. Zum Sammeln bleiben Atmos Rewards und JetBlue TrueBlue. Das Einlösen von Skywards-Meilen für Condor-Flüge ist davon nicht betroffen und weiterhin möglich.
Nicht direkt, aber über den Umweg des Punktetransfers. American Express führt Emirates Skywards auf seiner deutschen Partnerseite als Transferziel für Membership Rewards Punkte, im Verhältnis 2 Punkte zu 1 Meile. Für den Einstiegspreis von 3.000 Skywards-Meilen brauchst du also 6.000 Punkte. Übertrage erst, wenn du den Flug als verfügbar siehst: Der Transfer lässt sich nicht rückgängig machen.
Ja. Condor und Qantas haben am 1. September 2026 eine Vielfliegerpartnerschaft gestartet. Qantas-Frequent-Flyer-Mitglieder können ihre Points seitdem für Condor-Prämienflüge in Economy Class, Premium Economy Class und Business Class einlösen. Für Sammler in Deutschland ist der Weg allerdings unpraktisch, weil Qantas hier kein Transferpartner der gängigen Punkteprogramme ist.

Woher die Zahlen in diesem Beitrag kommen

  • 🔎Alle Angaben stammen von den Seiten von Condor, Emirates, Etihad, JetBlue und American Express selbst, abgerufen am 2. September 2026.
  • ✂️Zu Etihad Guest, JetBlue TrueBlue und Qantas nenne ich bewusst keine Meilenpreise, weil ich dafür heute keine Angabe aus erster Hand gefunden habe.
  • ⚠️Wo verbreitete Ratgeberangaben von den Airline-Angaben abweichen, steht das im Text ausdrücklich dabei.

Prämienpreise und Partnerschaften ändern sich. Prüfe den Meilenpreis immer in der Prämiensuche des jeweiligen Programms, bevor du Punkte überträgst.

Geschrieben von

Simon Edholzer

Gründer von Meilen-Meister. Sammelt selbst aktiv Meilen und Punkte mit Amex Gold, Platinum und Payback Amex — zuletzt 40.000 Membership-Rewards-Punkte über eine einzige Empfehlung — und fliegt damit regelmäßig nach Südostasien. Mehr über mich und meine Methodik

Zuletzt aktualisiert am 02.09.2026

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