Meilen gutschreiben lassen: Auf welches Vielfliegerprogramm gehört dein Flug?

Erschienen01.09.202610 Min. Lesezeit
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Hände eines Reisenden am Check-in-Schalter mit Bordkarte und goldener Vielfliegerkarte im warmen Abendlicht
Mit KI erstellt

Der Moment kommt fast immer zu früh. Man steht am Automaten oder sitzt beim Online-Check-in vor einem Feld, das "Vielfliegernummer" heisst, und soll dort eine Zahl eintragen. Bei den meisten passiert an dieser Stelle dasselbe: Sie tragen die einzige Nummer ein, die sie haben, meistens Miles & More, weil das die Karte ist, die seit Jahren im Portemonnaie liegt.

Ich habe das jahrelang genauso gemacht. Erst als ich einmal nachgerechnet habe, wie unterschiedlich zwei Programme denselben Flug bewerten, ist mir aufgefallen, wie viel dabei liegen bleibt. Es geht nicht um ein paar Meilen Unterschied. Es geht bei manchen Tickets um das Doppelte.

Das Ärgerliche daran ist die Einbahnstrasse: Eine Gutschrift lässt sich später nicht mehr auf ein anderes Konto umbuchen. Wer die Nummer einmal eingetragen hat, hat entschieden. Dieser Beitrag erklärt, wovon die Entscheidung wirklich abhängt, warum ausgerechnet die Ticketnummer den Ausschlag gibt, und was du tun kannst, wenn du dich im Moment der Buchung noch nicht festlegen willst. Stand: September 2026.

Auf einen Blick

Gilt nur einmal, keine Umbuchung möglichEntscheidung
Flugpreis mal Faktor oder Distanz mal BuchungsklasseMiles & More
4 Meilen je Euro FlugpreisFaktor ohne Status
Die Ticketnummer, nicht die AirlineWas entscheidet
Bis 6 Monate nach dem FlugNachtragen möglich
7 Tage nach Abflug beantragenFrühestens

Warum diese Entscheidung nur ein einziges Mal geht

Vielfliegerprogramme führen getrennte Konten. Wenn du beim Check-in deine Miles & More Nummer angibst, landet die Gutschrift dort, und nur dort. Es gibt keinen Knopf, mit dem du sie später zu Turkish Miles&Smiles, zu Aegean oder zu Air France KLM Flying Blue verschiebst.

Man sieht das gut daran, was die Programme selbst anbieten. In der Übersicht der Miles & More Self Services stehen die nachträgliche Gutschrift, die Buchung von Award Flights, der Travel Calculator und Mileage Pooling, also das gemeinsame Sammeln in einer Gruppe. Ein Service, der eine bereits erfolgte Gutschrift auf ein fremdes Programm überträgt, ist nicht dabei, und bei den anderen Programmen sieht es genauso aus.

Daraus folgt eine einfache Regel, die den ganzen Rest dieses Beitrags trägt: Die Entscheidung gehört vor den Flug, nicht danach. Wer die Nummer erst gar nicht einträgt, hält sich alle Türen offen und kann in Ruhe rechnen. Wer sie einträgt, hat gewählt.

Der zweite Punkt ist die Allianzgrenze. Du kannst Meilen nur bei Programmen sammeln, die mit der ausführenden Airline zusammenarbeiten, in der Praxis also bei Partnern derselben Luftfahrtallianz. Star Alliance vereint nach eigenen Angaben 26 Fluggesellschaften und bringt Reisende zu über 1.150 Flughäfen in 190 Ländern. oneworld listet 15 Mitgliedsairlines, Philippine Airlines ist als künftiges Mitglied geführt, die Mitgliedschaft von S7 Airlines ruht seit dem 19. April 2022. SkyTeam führt unter anderem Air France, KLM, Delta, Korean Air, Virgin Atlantic, Saudia und SAS, das seit dem Wechsel aus der Star Alliance dort zu Hause ist.

Für dich heisst das: Fliegst du Lufthansa, kommen alle Star-Alliance-Programme in Frage, nicht nur Miles & More. Genau da liegt der Spielraum, den die meisten nicht nutzen.

Der Punkt, den fast alle übersehen: die Ticketnummer entscheidet

Bei Miles & More hängt die Zahl der Prämienmeilen nicht nur davon ab, wie weit du fliegst. Es gibt zwei völlig verschiedene Berechnungsarten, und welche greift, entscheidet sich beim Kauf des Tickets.

Berechnungsart eins ist umsatzbasiert und lautet schlicht: Meilen gleich Flugpreis mal Faktor. Sie gilt für Flugbuchungen über einen Buchungskanal einer Lufthansa Group Airline. Als Flugpreis zählt der Ticketpreis plus die vom Airline-Partner erhobenen Zuschläge, umgerechnet in Euro.

Berechnungsart zwei ist die klassische: Auf Kontinentalflügen gibt es eine Pauschale nach Buchungsklasse, auf Interkontinentalflügen wird die Buchungsklasse mit der geflogenen Distanz multipliziert. Sie gilt für Buchungen über Buchungskanäle von Airlines, die nicht zur Lufthansa Group gehören.

Vergleich der zwei Berechnungsarten bei Miles and More: nach Flugpreis mal Faktor bei Buchung über die Lufthansa Group, nach Buchungsklasse mal Distanz bei Buchung über eine andere Airline
Mit KI erstellt
Miles & More rechnet auf zwei Arten: Bei einer Buchung über die Lufthansa Group zählt der Flugpreis mal einem Faktor, bei einer Buchung über eine andere Airline zählen Buchungsklasse und Distanz.Mit KI erstellt

Und jetzt kommt der Teil, den kaum jemand kennt. Buchst du über ein Reisebüro oder ein Online-Reisebüro, entscheidet die Ticketnummer. Beginnt sie mit 220 (Lufthansa), 724 (SWISS), 257 (Austrian Airlines), 082 (Brussels Airlines) oder 101 (Air Dolomiti), oder wurde das Ticket von Eurowings ausgestellt, dann rechnet Miles & More nach Flugpreis. Bei jeder anderen Ticketnummer rechnet das Programm nach Distanz und Buchungsklasse.

Diese drei Ziffern stehen auf deiner Buchungsbestätigung und entscheiden darüber, ob dein 600-Euro-Ticket dir 2.400 Meilen bringt oder ob stattdessen eine Distanztabelle greift, die bei einem billigen Langstreckentarif ganz anders ausfallen kann. Zur Lufthansa Group gehören dabei Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Discover Airlines, ITA Airways, Lufthansa, Lufthansa City und SWISS.

Was Miles & More für deinen Flug wirklich zahlt

Bleiben wir bei der umsatzbasierten Rechnung, weil sie die meisten Leser betrifft. Der Faktor hängt von zwei Dingen ab: von deinem Vielfliegerstatus und davon, welche Airline den Flug tatsächlich durchführt.

Ohne Status ist es einfach. Bist du Miles & More Teilnehmerin oder Teilnehmer, aber weder Frequent Traveller noch Senator noch HON Circle Member, wird immer mit dem Faktor 4 gerechnet. Die durchführende Airline spielt dann keine Rolle.

Mit Status wird unterschieden. Führt Air Canada, All Nippon Airways, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Lufthansa City, SWISS oder United Airlines den Flug durch, gilt der Faktor 6. Bei Discover Airlines, Eurowings, Luxair sowie allen anderen Miles & More Airline-Partnern gilt der Faktor 5.

Meilen je Euro Flugpreis: Faktor 4 ohne Status, Faktor 5 mit Status bei Partner-Airlines, Faktor 6 mit Status bei Lufthansa, SWISS und Austrian
Mit KI erstellt
Der Faktor bei der umsatzbasierten Berechnung: 4 Meilen je Euro ohne Status, 5 mit Status bei Partner-Airlines, 6 mit Status bei Lufthansa, SWISS, Austrian und weiteren.Mit KI erstellt

Rechnen wir das an einem Beispiel durch. Ein Lufthansa-Ticket, direkt auf lufthansa.com gebucht, Flugpreis inklusive Zuschläge 480 Euro. Ohne Status ergibt das 480 mal 4, also 1.920 Prämienmeilen. Als Frequent Traveller auf demselben Flug sind es 480 mal 6, also 2.880 Meilen. Der Unterschied von 960 Meilen entsteht bei exakt derselben Reise, im selben Sitz, am selben Tag.

Und ein zweites Beispiel, das Einsteiger oft ernüchtert: Ein Eurowings-Flug nach Mallorca für 149 Euro bringt ohne Status 149 mal 4, also 596 Meilen. Das ist eine schöne Zahl auf dem Kontoauszug und trotzdem weit entfernt von allem, wofür man Meilen tatsächlich einsetzt. Wer aus Flügen allein ein Prämienticket sammeln will, braucht entweder viele Flüge oder teure Tickets.

Ein wichtiger Zusatz, den viele durcheinanderbringen: Diese umsatzbasierte Rechnung gilt ausdrücklich nicht für Points, Qualifying Points und HON Circle Points. Die Statuswährung folgt eigenen Regeln, dazu gleich mehr.

Drei Fragen, die dir die Entscheidung abnehmen

Du musst kein Tabellenwerk auswendig lernen. In der Praxis reichen drei Fragen, die du in zwei Minuten vor der Buchung beantwortest.

Erstens: Welche Airline führt den Flug tatsächlich durch? Nicht welche draufsteht. Bei einem Codeshare fliegt oft ein Partner, und für die Meilengutschrift zählt das ausführende Unternehmen. Steht auf deinem Ticket "durchgeführt von", dann ist das die relevante Airline.

Zweitens: Welche Buchungsklasse hast du? Das ist der einzelne Buchstabe im Ticket, nicht die Kabine. Zwei Leute in derselben Economy-Reihe können in völlig unterschiedlichen Buchungsklassen sitzen, und genau dieser Buchstabe steuert bei distanzbasierten Programmen die Gutschrift. Billigtarife liegen oft in Klassen, die nur einen Bruchteil anrechnen, manchmal gar nichts.

Drittens: Welche Programme derselben Allianz kommen überhaupt in Frage? Hier hilft ein kostenloses Werkzeug weiter. Wheretocredit durchsucht nach eigenen Angaben mehr als 50 Vielfliegerprogramme und über 150 Airlines. Du wählst die ausführende Airline und deine Buchungsklasse, und bekommst eine Liste, welches Programm wie viel gutschreibt. Eine Anmeldung ist dafür nicht nötig.

Fünf Schritte vor jeder Buchung

Wenn du diese Reihenfolge einhältst, triffst du die Entscheidung nie wieder aus dem Bauch heraus.

  • Ausführende Airline aus der Buchung ablesen

    Steht als "durchgeführt von" auf Ticket und Bestätigung. Bei Codeshare weicht sie vom Namen im Flugplan ab.

  • Buchungsklasse notieren

    Der einzelne Buchstabe im Ticket, nicht Economy oder Business.

  • Ticketnummer prüfen

    Die ersten drei Ziffern entscheiden bei Miles & More zwischen umsatz- und distanzbasierter Rechnung.

  • Programme derselben Allianz vergleichen

    Über einen Meilenrechner, bevor du irgendeine Nummer einträgst.

  • Erst danach die Vielfliegernummer eintragen

    Oder das Feld leer lassen und innerhalb der Frist nachtragen.

Für die grobe Einordnung, was deine gesammelten Meilen am Ende wert sind, kannst du unseren Meilenrechner benutzen. Und wenn du wissen willst, wie du aus den gesammelten Meilen tatsächlich einen Platz vorne im Flugzeug machst, haben wir das in Prämienflug-Verfügbarkeit finden Schritt für Schritt beschrieben.

Statusmeilen und Prämienmeilen sind zwei Paar Schuhe

Hier scheitern erstaunlich viele Einsteiger, und der Fehler kostet echtes Geld. Bei Miles & More gibt es zwei Währungen, die gleichzeitig auf demselben Konto laufen und völlig verschiedene Dinge tun.

Prämienmeilen sind das, womit du zahlst. Damit buchst du Prämienflüge und Upgrades. Points, Qualifying Points und HON Circle Points sind dagegen die Statuswährung: Sie bringen dich zu Frequent Traveller, Senator und HON Circle, aber du kannst sie nicht ausgeben.

Der praktische Unterschied zeigt sich genau bei unserer Ausgangsfrage. Die Prämienmeilen kannst du auf ein Partnerprogramm lenken, wenn dort mehr herauskommt. Die Statuspunkte bekommst du dann aber ebenfalls nicht bei Miles & More gutgeschrieben, sondern beim gewählten Programm nach dessen Regeln. Wer auf einen Lufthansa-Status hinarbeitet, sollte deshalb nicht wild zwischen Programmen springen, sondern bewusst sammeln.

Für Einsteiger ist die ehrliche Antwort meistens: Status ist zunächst nicht dein Thema. Wer zwei- bis viermal im Jahr fliegt, erreicht ohnehin keine Statusstufe und sollte kompromisslos auf die Zahl der Prämienmeilen optimieren. Wer geschäftlich viel unterwegs ist, dreht die Logik um und bleibt bei einem Programm, weil der Status mehr wert ist als ein paar tausend Meilen mehr.

Wenn du bereits einen Status bei einem anderen Programm hast, lohnt vor der Entscheidung ein Blick auf die Möglichkeit, ihn übertragen zu lassen. Wie das funktioniert, steht in unserem Beitrag zum Status Match.

Wenn du dich noch nicht entscheiden willst: nachtragen

Der eleganteste Weg aus der Zwickmühle ist, beim Check-in gar keine Nummer anzugeben. Dann bleibt der Flug zunächst unzugeordnet, und du kannst dir in Ruhe ansehen, welches Programm am meisten zahlt. Das ist keine Grauzone, sondern ein regulärer Vorgang, für den Miles & More sogar ein eigenes Online-Formular und einen Weg in der App anbietet.

Zwei Zahlen musst du dabei im Kopf haben. Meilen und Points für einen Flug bekommst du auch nachträglich, vorausgesetzt, der Flug liegt nicht länger als sechs Monate zurück. Und du solltest nicht sofort loslegen: Die automatische Gutschrift für Airline-Partner erfolgt teilweise erst sieben Tage nach Abflug, deshalb lohnt sich vorher ein Blick ins Konto, bevor du einen Antrag stellst.

Zeitstrahl zum Nachtragen von Meilen: Abflug an Tag 0, Antrag erst nach sieben Tagen, letzte Frist sechs Monate nach dem Flug
Mit KI erstellt
Beim Nachtragen gilt: erst sieben Tage nach dem Abflug beantragen, spätestens sechs Monate nach dem Flug. Danach ist die Gutschrift verloren.Mit KI erstellt

Für den Antrag brauchst du das Datum, die Flugnummer, die Flugstrecke, die Reiseklasse und deine Ticketnummer, bei einigen Airline-Partnern zusätzlich die Bordkarte. Dokumente einreichen musst du beim Online-Formular in der Regel nicht. Ein Detail, das gern übersehen wird: Du kannst Meilen und Points für Flüge nur für dich selbst nachtragen lassen, das Flugticket muss auf die eingeloggte Person ausgestellt sein.

  1. Bordkarte und Buchungsbestätigung aufheben, digital reicht. Ohne Ticketnummer wird es mühsam.
  2. Sieben Tage nach dem Abflug ins Konto schauen, ob die Gutschrift von allein gekommen ist.
  3. Wenn nicht: Über das Online-Formular oder in der App unter "Gutschrift von Meilen und Points" beantragen.
  4. Spätestens innerhalb von sechs Monaten nach dem Flug erledigen. Danach ist die Gutschrift endgültig weg.

Drei Fehler, die immer wieder Meilen kosten

Der erste Fehler ist der Reflex. Die Karte, die man seit Jahren hat, wird eingetragen, ohne zu prüfen, ob sie für diesen Flug die richtige ist. Das ist bequem und in vielleicht der Hälfte der Fälle sogar richtig. In der anderen Hälfte verschenkt man still.

Der zweite Fehler ist die Verwechslung von Kabine und Buchungsklasse. Wer denkt, "ich sass in der Economy, also gibt es Economy-Meilen", übersieht, dass Billigtarife in Buchungsklassen liegen, die bei distanzbasierten Programmen nur einen kleinen Prozentsatz anrechnen oder gar nichts. Genau deshalb fragen Rechner wie Wheretocredit nach dem Buchstaben und nicht nach der Kabine.

Der dritte Fehler ist der teuerste: die Frist verstreichen lassen. Wer den Flug bewusst offen lässt, dann in den Alltag zurückkehrt und erst nach acht Monaten daran denkt, hat die Meilen ersatzlos verloren. Bei Miles & More ist nach sechs Monaten Schluss. Ein Kalendereintrag am Tag der Buchung löst das Problem in zehn Sekunden.

Ein vierter Punkt gehört genau genommen nicht in diese Liste, hilft aber gegen dieselbe Sorte Ärger: Gesammelte Meilen halten nicht ewig. Wer sie in ein Programm lenkt, bei dem er ohnehin selten aktiv ist, sammelt auf ein Konto, das er später vergisst.

Wie lange Miles & More Meilen gültig sind und was den Verfall wirklich aufhält, haben wir in Miles & More Meilenverfall im Detail aufgeschrieben. Kurz gesagt: Die Frist läuft für jede einzelne Gutschrift getrennt, und neue Meilen zu sammeln verlängert alte nicht.

Wo Kreditkartenpunkte die ganze Frage entschärfen

Es gibt eine unangenehme Wahrheit über das Meilensammeln, die in Anleitungen selten steht: Für die meisten Menschen in Deutschland ist Fliegen nicht die Hauptquelle ihrer Meilen. Bei zwei bis vier Flügen im Jahr und normalen Ticketpreisen kommen über die Berechnungsarten oben ein paar tausend Meilen zusammen, mehr nicht.

Punkte aus dem Alltag laufen anders. Sie entstehen beim Einkaufen, beim Tanken, bei der Versicherungsrechnung, also bei Ausgaben, die ohnehin anfallen. Und der entscheidende Unterschied zu Flugmeilen ist die Flexibilität: Punkte liegen zunächst neutral auf einem Konto, du wandelst sie erst dann in eine Meilenwährung um, wenn du weisst, wofür du sie brauchst.

Damit dreht sich die Logik dieses Beitrags um. Bei Flügen musst du dich vorher entscheiden, bei Punkten erst hinterher. Wer beides kombiniert, sammelt die Flugmeilen dort, wo sie für den konkreten Flug am meisten bringen, und hält die Punkte als flexible Reserve daneben.

Welche Wege es gibt, Meilen ganz ohne Flüge aufzubauen, haben wir in Meilen sammeln ohne Kreditkarte und für das grössere Ziel in Meilen sammeln für die Business Class zusammengetragen.

Fazit

Die Frage, auf welches Vielfliegerprogramm ein Flug gehört, hat keine feste Antwort, aber ein festes Verfahren. Prüfe, wer den Flug wirklich durchführt, sieh nach, in welcher Buchungsklasse du sitzt, und lass dir von einem Rechner zeigen, welches Programm derselben Allianz für genau diese Kombination am meisten gutschreibt.

Bei Miles & More kommt der Sonderfall dazu, dass die Ticketnummer über die Berechnungsart entscheidet. Umsatzbasiert mit Faktor 4 ohne Status ist bei teuren Kurzstrecken gut und bei billigen Langstrecken schwach. Wer das einmal verstanden hat, erkennt den passenden Fall in Sekunden.

Und wenn die Zeit fehlt: Lass das Feld leer, heb die Bordkarte auf und trage die Meilen innerhalb von sechs Monaten nach. Das ist kein Trick, sondern ein regulärer Service, und es ist die einzige Möglichkeit, eine Entscheidung zurückzunehmen, die sonst endgültig ist.

Häufige Fragen zur Meilengutschrift

Nein. Vielfliegerprogramme führen getrennte Konten, und eine bereits erfolgte Gutschrift lässt sich nicht auf ein anderes Programm übertragen. In der Übersicht der Miles & More Self Services gibt es dafür keinen Service, und bei den Partnerprogrammen ist es ebenso. Deshalb gehört die Entscheidung vor den Flug. Wer sie offenhalten will, gibt beim Check-in gar keine Nummer an und trägt die Meilen später beim gewünschten Programm nach.
Nach Angaben von Miles & More bekommst du Meilen und Points für einen Flug auch nachträglich, vorausgesetzt der Flug liegt nicht länger als sechs Monate zurück und du hast deine Flugdetails wie Flug- und Ticketnummer. Beantragen kannst du das über das Online-Formular oder in der App. Warte damit die ersten Tage ab, denn die automatische Gutschrift für Airline-Partner erfolgt teilweise erst sieben Tage nach Abflug. Stand: September 2026.
Miles & More nennt dafür das Datum, die Flugnummer, die Flugstrecke, die Reiseklasse und die Ticketnummer, bei einigen Airline-Partnern zusätzlich die Bordkarte. Dokumente musst du beim Online-Formular in der Regel nicht einreichen. Wichtig: Du kannst Flüge nur für dich selbst nachtragen lassen, das Ticket muss auf die eingeloggte Person ausgestellt sein.
Das hängt von der Berechnungsart ab. Bei einer Buchung über einen Buchungskanal der Lufthansa Group gilt Flugpreis mal Faktor, wobei der Flugpreis der Ticketpreis plus die vom Airline-Partner erhobenen Zuschläge ist. Ohne Vielfliegerstatus ist der Faktor immer 4. Mit Status gilt Faktor 6 bei Air Canada, All Nippon Airways, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Lufthansa City, SWISS und United Airlines, sowie Faktor 5 bei Discover Airlines, Eurowings, Luxair und allen anderen Airline-Partnern. Bei Buchungen über Airlines ausserhalb der Lufthansa Group wird stattdessen nach Distanz und Buchungsklasse gerechnet.
Weil sie zeigt, wer das Ticket ausgestellt hat. Bei Buchungen über ein Reise- oder Online-Reisebüro legt Miles & More die Berechnungsart anhand der Ticketnummer fest. Beginnt sie mit 220 für Lufthansa, 724 für SWISS, 257 für Austrian Airlines, 082 für Brussels Airlines oder 101 für Air Dolomiti, oder wurde das Ticket von Eurowings ausgestellt, wird nach Flugpreis gerechnet. Bei allen anderen Ticketnummern wird nach Flugdistanz und Buchungsklasse gerechnet.
Ja, weil beide unterschiedlich reagieren. Prämienmeilen sind die Währung, mit der du Prämienflüge und Upgrades bezahlst, und für sie lohnt es sich, das jeweils beste Programm zu wählen. Points, Qualifying Points und HON Circle Points sind dagegen die Statuswährung und folgen eigenen Regeln, die umsatzbasierte Berechnung gilt für sie ausdrücklich nicht. Wer auf einen Status hinarbeitet, sollte bei einem Programm bleiben. Wer nur zwei- bis viermal im Jahr fliegt, erreicht ohnehin keine Statusstufe und sollte kompromisslos auf Prämienmeilen optimieren.

Geschrieben von

Simon Edholzer

Gründer von Meilen-Meister. Sammelt selbst aktiv Meilen und Punkte mit Amex Gold, Platinum und Payback Amex — zuletzt 40.000 Membership-Rewards-Punkte über eine einzige Empfehlung — und fliegt damit regelmäßig nach Südostasien. Mehr über mich und meine Methodik

Zuletzt aktualisiert am 09.09.2026

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