Es gibt einen Moment an der Sicherheitskontrolle, den fast jeder kennt. Die Wasserflasche ist noch halb voll, der Mülleimer steht zwei Meter weiter, und man trinkt im Stehen so viel man schafft, bevor der Rest im Abfall landet.
Im August habe ich das in Frankfurt noch gemacht. Zwei Wochen später in München war es nicht mehr nötig. Der Unterschied lag nicht an mir und auch nicht an der Airline, sondern an der Kontrollspur, an der ich gelandet bin.
Seit dem 18. September 2026 dürfen am Flughafen München Flüssigkeiten in deutlich größeren Mengen im Handgepäck bleiben. In Nürnberg gilt das seit Mai, in Köln/Bonn seit dem Frühjahr. In Düsseldorf dagegen packst du weiterhin den durchsichtigen Ein-Liter-Beutel ein.
Das ist der eigentliche Punkt: Eine einheitliche Regel gibt es in Deutschland gerade nicht. Es gibt zwei. Welche für dich gilt, entscheidet sich an der einzelnen Spur, an der du stehst. Dieser Beitrag sortiert, wo was gilt (Stand: September 2026), woran du die neue Technik erkennst und an welcher Stelle besonders Umsteiger ihre Flasche verlieren.
Auf einen Blick
Warum in Deutschland gerade zwei Regeln nebeneinander gelten
Die 100-Milliliter-Grenze ist keine Erfindung der Airlines. Sie stammt aus dem Jahr 2006 und wurde europaweit eingeführt, nachdem britische Ermittler einen Anschlagsplan mit flüssigen Sprengstoffen aufgedeckt hatten. Die Kontrolltechnik von damals konnte Flüssigkeiten im geschlossenen Gepäck nicht zuverlässig unterscheiden. Deshalb die pauschale Mengenbegrenzung und der durchsichtige Beutel, der zwei Jahrzehnte lang zum Fliegen gehörte wie die Bordkarte.
Geändert hat sich die Technik, nicht die Gefahrenlage. Moderne Kontrollgeräte arbeiten mit Computertomographie, derselben Grundidee wie im Krankenhaus. Statt eines flachen Röntgenbildes entsteht ein dreidimensionales Modell des Gepäckstücks, das die Software Schicht für Schicht auswerten kann. Damit lässt sich eine Shampooflasche von etwas anderem unterscheiden, ohne dass jemand die Tasche öffnet.
Entscheidend für dich ist ein Detail, das in vielen Meldungen untergeht: Die Lockerung hängt am Gerät, nicht am Land und nicht einmal am Flughafen. Erlaubt ist sie ausschließlich an Spuren, deren Scanner von der EU dafür zugelassen sind. Ein Flughafen, der erst zur Hälfte umgerüstet ist, hat deshalb zwei Regelwerke gleichzeitig im Haus, wenige Meter voneinander entfernt.
Dazu kommt eine Vorgeschichte, die erklärt, warum viele Reisende verunsichert sind. Im September 2024 hat die EU-Kommission die Lockerung schon einmal kassiert und die 100-Milliliter-Grenze vorübergehend überall wieder in Kraft gesetzt, weil die Software der Geräte nachgeprüft werden musste. Für zertifizierte Geräte wurde diese Rücknahme später wieder aufgehoben. Wer damals erlebt hat, dass eine eben noch erlaubte Flasche plötzlich doch nicht durchging, traut der Sache verständlicherweise nicht.
Für die Praxis heißt das: Verlass dich weder auf eine Faustregel, die du vor zwei Jahren gelernt hast, noch darauf, dass ein Flughafen komplett umgerüstet ist, nur weil es beim letzten Mal geklappt hat.
Was an einer CT-Spur konkret anders ist
Der sichtbarste Unterschied ist, dass du fast nichts mehr auspacken musst. Laptop, Tablet und Kamera bleiben im Rucksack. Flüssigkeiten bleiben ebenfalls drin, und der durchsichtige Beutel entfällt vollständig. Das spart an einer vollen Kontrolle mehr Zeit, als es klingt, denn das Ein- und Auspacken ist der Grund für die meisten Staus am Band.
Der zweite Unterschied ist die Menge. Statt 100 Millilitern pro Behälter sind zwei Liter erlaubt. Hier lohnt ein genauer Blick, denn die Flughäfen formulieren das unterschiedlich, und die Differenz ist für die Praxis wichtig.
Köln/Bonn schreibt es am klarsten: erlaubt sind zwei Liter pro Person insgesamt, verteilt auf auslaufsichere Einzelbehälter, also zum Beispiel zwei Flaschen mit je einem Liter oder vier mit je einem halben. München nennt Behälter mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen und schreibt zugleich, dass mehrere Behälter zusammen unter zwei Litern bleiben sollen. Größere Gebinde als zwei Liter gehören ins aufgegebene Gepäck.
Die sichere Lesart ist deshalb: zwei Liter als Gesamtmenge, und kein einzelner Behälter über zwei Litern. Wer sich daran hält, kommt an jeder CT-Spur durch, unabhängig davon, wie der jeweilige Flughafen es auf seiner Seite formuliert.

Ein Wort noch zu "auslaufsicher", weil sich daran in der Praxis die meisten Diskussionen entzünden. Köln/Bonn nennt ausdrücklich Kaffeebecher zum Mitnehmen und offene Getränkebecher als nicht erlaubt, weil sie sich im Scanner nicht kontrollieren lassen. Eine verschlossene Trinkflasche ist also in Ordnung, der halbvolle Pappbecher vom Bäcker nicht.
Wo in Deutschland aktuell was gilt
München ist der jüngste Fall und für Vielflieger der wichtigste. Seit dem 18. September 2026 gilt an den Kontrollen in beiden Terminals die Zwei-Liter-Regel. Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums sind inzwischen alle Kontrollspuren auf die neue Technik umgerüstet, und der Flughafen selbst führt auf seiner Seite keine Ausnahme-Kontrollstelle mehr auf.
Nürnberg war der Vorreiter. Der Flughafen hat seine modernisierte Kontrolle am 8. Mai 2026 eröffnet und war damit der erste in Deutschland, der komplett mit CT-Technik arbeitet. Die 100-Milliliter-Grenze ist dort vollständig weg, der Ein-Liter-Beutel ebenso.
Köln/Bonn hat seine zentrale Sicherheitskontrolle im Frühjahr 2026 umgestellt und erlaubt seitdem zwei Liter pro Person, ohne Beutel und ohne Auspacken.
Frankfurt ist der komplizierteste Fall, dazu gleich ein eigener Abschnitt. Kurz gefasst: An den meisten Kontrollen in Terminal 1 und an allen Kontrollstellen im neuen Terminal 3 stehen CT-Scanner, dort gelten zwei Liter. An einigen Stellen bleibt es bei 100 Millilitern, und diese Stellen sind ausgerechnet die, die Umsteiger betreffen.
Am BER läuft die Umrüstung noch. CT-Technik haben die Kontrollbereiche 1 und 5 in Terminal 1 sowie der Kontrollbereich in Terminal 2. Die Bereiche 2 und 4 in Terminal 1 arbeiten weiter konventionell. Der Flughafen zieht daraus eine bemerkenswert ehrliche Empfehlung: Weil nicht vorhersehbar ist, an welcher Kontrollstelle du landest, rät der BER selbst dazu, weiterhin nach der 100-Milliliter-Regel zu packen. Aussuchen kannst du dir die Spur nämlich nicht, und von jeder Kontrolle aus erreichst du am BER alle Gates.
Für Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Hannover gilt nach derzeitigem Stand weiterhin die alte Regel. Pack dort mit Beutel.
Der letzte Punkt verdient eine Erklärung, weil er der häufigste Irrtum zu diesem Thema ist: Ein CT-Scanner allein bedeutet noch keine zwei Liter. In Düsseldorf und Stuttgart steht die neue Technik bereits an Kontrollspuren, die Freigabe für größere Flüssigkeitsmengen ist damit aber nicht automatisch verbunden.
Das liegt daran, dass zwei Dinge zusammenkommen müssen. Das Gerät braucht die passende Zulassung, und der Flughafen muss die gelockerte Regelung mit der zuständigen Luftsicherheitsbehörde auch tatsächlich in Betrieb nehmen. Bis das geschehen ist, läuft ein CT-Scanner zwar schneller und erspart dir das Auspacken des Laptops, an der Flüssigkeitsgrenze ändert er aber nichts.
Für dich heißt das: Der Satz "dort stehen doch schon die neuen Geräte" ist kein Beleg. Maßgeblich ist allein, was der Flughafen selbst zur Flüssigkeitsmenge schreibt, und genau danach solltest du suchen.

Die drei Gruppen im Überblick
Vollständig umgerüstet
- Flüssigkeiten je Person
- bis 2 Liter insgesamt
- Ein-Liter-Beutel
- entfällt
- Laptop auspacken
- nein
- Flughäfen
- München, Nürnberg, Köln/Bonn
Teilweise umgerüstet
- Flüssigkeiten je Person
- je nach Kontrollspur
- Ein-Liter-Beutel
- sicherheitshalber mitnehmen
- Laptop auspacken
- je nach Kontrollspur
- Flughäfen
- Frankfurt, BER
Konventionell
- Flüssigkeiten je Person
- 100 ml je Behälter
- Ein-Liter-Beutel
- Pflicht
- Laptop auspacken
- in der Regel ja
- Flughäfen
- Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Hannover
| Beste Lage Vollständig umgerüstet | Teilweise umgerüstet | Konventionell | |
|---|---|---|---|
| Flüssigkeiten je Person | bis 2 Liter insgesamt | je nach Kontrollspur | 100 ml je Behälter |
| Ein-Liter-Beutel | entfällt | sicherheitshalber mitnehmen | Pflicht |
| Laptop auspacken | nein | je nach Kontrollspur | in der Regel ja |
| Flughäfen | München, Nürnberg, Köln/Bonn | Frankfurt, BER | Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Hannover |
Stand: September 2026, nach Angaben der jeweiligen Flughäfen.
Österreich und die Schweiz: Wien ganz, Zürich nur halb
Weil viele Leser dieser Seite ab Wien oder Zürich fliegen oder dort umsteigen, gehören beide Flughäfen in diese Übersicht. Die Lage ist dort aufschlussreicher, als es auf den ersten Blick wirkt.
Der Flughafen Wien hat seine neuen CT-Scanner am 3. Juli 2026 in Betrieb genommen. Seitdem sind Flüssigkeiten bis zu zwei Litern erlaubt, und weder Getränke noch elektronische Geräte müssen separat ausgepackt werden. Der Flughafen selbst hat dabei auf zwei Dinge hingewiesen, die in den meisten Meldungen fehlen: Nicht alle Flughäfen setzen die neue Technik ein, weshalb du dich über die Regeln am Ziel- und am Transferflughafen gesondert informieren solltest. Und zwei Liter Flüssigkeit bedeuten schlicht auch zwei Kilogramm mehr Handgepäck.
Dieser zweite Hinweis ist praktischer, als er klingt. Wer mit einem günstigen Tarif und einem knapp bemessenen Handgepäck-Freigewicht unterwegs ist, kann sich mit einer vollen Zwei-Liter-Ausstattung über das erlaubte Gewicht bringen. Die Sicherheitskontrolle lässt dich dann zwar durch, das Bodenpersonal am Gate aber möglicherweise nicht.
Zürich ist der interessantere Fall, weil dort seit dem 26. Juni 2026 eine Zweiteilung gilt, die es in dieser Deutlichkeit sonst nirgends gibt. Wer seine Reise in Zürich beginnt und im Sicherheitskontrollgebäude kontrolliert wird, darf Behälter bis zu zwei Litern mitnehmen. Für Transferpassagiere bleibt es vorerst bei 100 Millilitern im durchsichtigen Beutel. Der Flughafen rüstet weiter um, bis alle Kontrolllinien im Sicherheitskontrollgebäude auf der neuen Technik laufen.
Damit haben wir zwei voneinander unabhängige Flughäfen in zwei Ländern, die beim Umsteigen dieselbe Ausnahme machen. Das ist kein Zufall, und es ist der wichtigste Punkt dieses Beitrags.
Die Umsteige-Falle: Warum Transferkontrollen anders funktionieren
Frankfurt verdient einen eigenen Abschnitt, und zwar genau für die Leser dieser Seite. Wer Meilen sammelt, fliegt überdurchschnittlich oft mit Umstieg, und Frankfurt ist dafür das wichtigste Drehkreuz in Deutschland.
Fraport listet auf der eigenen Seite zur Sicherheitskontrolle drei Ausnahmen auf, an denen weiterhin die alten Vorschriften gelten. Die ersten beiden sind überschaubar: die Gates C1, C2, C4 und C6 in Halle C des Terminals 1 sowie bestimmte Sonderkontrollstellen im selben Terminal. Die dritte Ausnahme ist die, die weh tut, nämlich die Transferkontrollstellen. Das sind genau die Kontrollen für umsteigende Passagiere.
Daraus entsteht eine Situation, die auf den ersten Blick widersinnig wirkt. Du startest in München, füllst dort ganz legal deine Ein-Liter-Flasche, steigst in Frankfurt um und musst sie an der Transferkontrolle abgeben. An deinem Abflughafen war alles erlaubt, am Umsteigeflughafen gilt für dich trotzdem die alte Grenze.

Für Direktflüge ab Frankfurt gibt Fraport einen praktischen Rat, den ich unterschreibe: Sieh vor der Abreise in der Abflugliste nach, von welchem Gate du fliegst. Landest du in Halle C an einem der vier genannten Gates, packst du besser nach der alten Regel.
Das klingt nach Kleinkram, ist aber der Unterschied zwischen einer vollen und einer leeren Flasche. Es ist außerdem der Punkt, an dem die meisten Ratgeber zu diesem Thema ungenau werden, weil sie einen Flughafen pauschal als umgerüstet abhaken und die Ausnahmenliste überspringen.
Warum ausgerechnet die Transferkontrollen? Eine offizielle Begründung nennen die Flughäfen nicht, aber die Logik liegt nahe. Transferkontrollen liegen im Sicherheitsbereich und sind baulich oft enger, kleiner und schlechter nachzurüsten als die großen Kontrollhallen im Abflugbereich. Genau dort steht die neue Technik deshalb zuletzt.
Für dich ist die Begründung ohnehin zweitrangig, das Muster zählt. Frankfurt und Zürich machen dieselbe Ausnahme, und beide sind große Umsteigeflughäfen. Wer eine Verbindung mit Umstieg bucht, sollte deshalb die Grundannahme umdrehen: Nicht "am Abflughafen sind zwei Liter erlaubt, also passt das", sondern "ich steige um, also rechne ich mit 100 Millilitern, solange ich es nicht besser weiß".
Das kostet dich im schlechtesten Fall einen durchsichtigen Beutel, den du nicht gebraucht hättest. In die andere Richtung kostet es dich die Flasche, und zwar genau in dem Moment, in dem du zwischen zwei Flügen ohnehin unter Zeitdruck stehst.
Was auch an einer CT-Spur nicht geht
Die Lockerung betrifft die Menge, nicht die Art der Flüssigkeit. Die Liste der verbotenen Gegenstände bleibt unverändert, und das Kontrollpersonal darf jederzeit nachkontrollieren oder eine Flüssigkeit zurückweisen, wenn der Scanner anschlägt oder etwas unklar bleibt. Zwei Liter sind eine Obergrenze, kein Anspruch.
Wichtiger ist eine Falle, auf die der Flughafen München auf seiner eigenen Seite ausdrücklich hinweist: Informiere dich über die Regeln für den weiteren Verlauf deiner Reise und für den Rückflug. Die deutsche Freigabe hilft dir am Zielflughafen nichts. Wenn du in München mit anderthalb Litern startest und zwei Wochen später von einem Flughafen zurückfliegst, an dem die 100-Milliliter-Grenze gilt, steht die Flasche auf dem Rückweg zur Disposition. Für Fernziele außerhalb Europas ist das derzeit eher die Regel als die Ausnahme.
Unverändert bleiben auch die Sonderregeln, die es schon immer gab. Medikamente und spezielle Nahrung, etwa Babynahrung, dürfen in der benötigten Menge mit. Dafür kann ein Nachweis verlangt werden, und die Behälter werden gegebenenfalls separat geprüft. Diese Ausnahmen gelten unabhängig davon, welche Technik an deiner Spur steht.
Und der Klassiker, weil er trotz allem jedes Jahr Reisende erwischt: Duty-free-Einkäufe von außerhalb der EU, die du über einen Umstieg mitnimmst, gehören in den versiegelten Beutel mitsamt Kassenbon. Ohne diese Versiegelung ist die Flasche Whisky am nächsten Kontrollpunkt ein Fall für die Tonne, ganz unabhängig davon, welcher Scanner dort steht.
Was das für Meilensammler praktisch bedeutet
Der Grund, warum überhaupt jemand anderthalb Liter Wasser durch eine Sicherheitskontrolle trägt, ist banal: Hinter der Kontrolle kostet die kleine Flasche am Kiosk regelmäßig ein Vielfaches vom Supermarktpreis. Wer zu zweit oder mit Kindern reist, hat da schnell den Gegenwert eines Mittagessens zusammen.
Genau an dieser Stelle verschiebt sich die Rechnung, wenn du Lounge-Zugang hast. In der Lounge sind Getränke enthalten, und zwar ohne Mengenbegrenzung. Die Frage, ob deine Flasche durch die Kontrolle kommt, stellt sich dann gar nicht mehr, weil du sie dahinter kostenlos füllst. Mit der eigenen Flasche an der Wasserstation ist das ein Handgriff.
Das ist kein Argument für eine Kreditkarte um jeden Preis. Es ist aber ein Punkt, der in Vergleichsrechnungen fast immer fehlt, weil er sich schlecht beziffern lässt und trotzdem jede einzelne Reise betrifft.
Es gibt übrigens auch die kostenlose Variante, und die wird selten erwähnt: An vielen deutschen Flughäfen stehen hinter der Sicherheitskontrolle Trinkwasserspender oder Wasserhähne mit Trinkwasserqualität. Wer eine leere Flasche mitnimmt und sie dahinter füllt, umgeht die ganze Diskussion, unabhängig davon, welcher Scanner an seiner Spur steht. Das ist der Grund, warum ich inzwischen fast immer mit leerer Flasche zur Kontrolle gehe, selbst in München, wo ich sie voll mitnehmen dürfte.
Der einzige Fall, in dem sich das Tragen wirklich lohnt, sind frühe Abflüge an kleinen Flughäfen, an denen hinter der Kontrolle außer einem Automaten nichts geöffnet hat. Dann sind zwei Liter tatsächlich ein Vorteil, und dann ist es gut zu wissen, ob deine Spur sie durchlässt.
Wenn du ohnehin über Lounge-Zugang nachdenkst: In Priority Pass Lounges in Deutschland steht, wo du mit der Mitgliedschaft tatsächlich hineinkommst und wo nicht. Und Lounge-Zugang kaufen rechnet durch, ab wann sich der Einzeleintritt an der Tür lohnt, wenn du nur zwei- oder dreimal im Jahr fliegst.
Und falls du gerade ohnehin dein Handgepäck sortierst: Für Powerbanks gelten seit 2026 eigene, deutlich strengere Regeln, die mit der Flüssigkeitsfrage nichts zu tun haben. Die habe ich in Powerbank-Regeln der Lufthansa Group zusammengefasst.
So klärst du das in fünf Minuten
Die ehrlichste Antwort auf die Frage, was du mitnehmen darfst, lautet in diesem Jahr: Das kommt darauf an, und du kannst es vorher klären. Der Aufwand liegt bei wenigen Minuten.
Ruf die Seite deines Abflughafens auf, nicht die deiner Airline. Die Regeln an der Kontrolle macht nicht die Fluggesellschaft, sondern die Luftsicherheit vor Ort, und die Flughäfen pflegen diese Seiten inzwischen ordentlich. Such dort nach dem Stichwort Sicherheitskontrolle und lies den Abschnitt zu Flüssigkeiten.
Achte dabei auf die Ausnahmen, nicht nur auf die Überschrift. Genau dort liegt der Unterschied zwischen dem Satz "Frankfurt hat CT-Scanner" und der tatsächlichen Lage an deinem Gate.
Ein Hinweis zur Quellenwahl, weil dieses Thema derzeit viele halbaktuelle Ratgeber hervorbringt: Datumsangaben in fremden Artikeln sind bei dieser Frage wertlos, wenn sie älter als ein paar Monate sind. Allein im ersten Halbjahr 2026 haben Nürnberg, Köln/Bonn, Zürich, Wien und München nacheinander umgestellt. Ein Text vom Frühjahr kann für München richtig gewesen sein und ist es heute trotzdem nicht mehr, und umgekehrt.
Checkliste vor dem Abflug
Sechs Handgriffe, mit denen du an jeder Kontrollspur in Deutschland durchkommst.
Seite des Abflughafens prüfen, nicht die der Airline
Die Luftsicherheit vor Ort macht die Regeln. Suchbegriff auf der Flughafenseite: Sicherheitskontrolle.
Die Ausnahmenliste lesen, nicht nur die Überschrift
In Frankfurt sind vier Gates in Halle C, einzelne Sonderkontrollen und alle Transferkontrollen ausgenommen.
Bei Umstieg mit der strengsten Regel der Strecke planen
Das ist fast immer die Transferkontrolle oder der Rückflughafen, nicht dein Startflughafen.
Behälter auslaufsicher verschließen
Offene Kaffeebecher werden abgewiesen, weil sie im Scanner nicht kontrollierbar sind.
Doppelwandige Thermoflasche vorher leeren
Die Isolierschicht stört das Scannerbild. Hinter der Kontrolle wieder auffüllen.
Im Zweifel nach der alten Regel packen
Der Fehler in diese Richtung kostet dich einen Beutel, der Fehler in die andere Richtung die Flasche.
Häufige Fragen zu Flüssigkeiten im Handgepäck
Fazit
Die kurze Fassung für alle, die bis hierher gescrollt haben: An Spuren mit CT-Scanner sind zwei Liter Flüssigkeit erlaubt, und der durchsichtige Beutel entfällt. Vollständig umgerüstet sind in Deutschland München, Nürnberg und Köln/Bonn. Frankfurt und der BER haben beide Welten gleichzeitig im Haus. In Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Hannover bleibt es nach derzeitigem Stand bei 100 Millilitern.
Der Satz, den ich mir selbst gemerkt habe, ist ein anderer: Nicht der Flughafen entscheidet, sondern die Spur. Und wer in Frankfurt umsteigt, fällt auf die alte Regel zurück, egal wie großzügig der Abflughafen war.
Stand: September 2026. Diese Liste verändert sich derzeit im Quartalstakt, weil an mehreren Flughäfen parallel umgerüstet wird. Vor dem nächsten Flug lohnt deshalb der kurze Blick auf die Seite deines Abflughafens. Das ist eine gut investierte Minute.
Geschrieben von
Simon Edholzer
Gründer von Meilen-Meister. Sammelt selbst aktiv Meilen und Punkte mit Amex Gold, Platinum und Payback Amex — zuletzt 40.000 Membership-Rewards-Punkte über eine einzige Empfehlung — und fliegt damit regelmäßig nach Südostasien. Mehr über mich und meine Methodik
Zuletzt aktualisiert am 25.09.2026


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